| Hamburgs Künstler protestieren gegen Sparpläne |
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| Montag, 16. November 2009 um 17:13 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Unter dem Motto «Hände weg vom Kulturetat!» haben Hamburger Künstler wie Schriftsteller Siegfried Lenz und Ballett-Intendant John Neumeier gegen Sparpläne des Senats protestiert. «Diese Kürzung sollte man sich sehr lange überlegen. Das wäre eine politische Fahrlässigkeit. Mittlerweile hat man auch bundesweit erkannt, wie viel Kultur vermag. Das kommt uns in jeder Weise in der Zukunft zugute», sagte Lenz. Auf zwei Zeitungsseiten im «Hamburger Abendblatt» beziehen Intendanten, Musiker, Schauspieler, Museumsdirektoren, Künstler, Mäzene und Kulturmanager mit persönlichen Statements gegen die geplanten Kürzungen Stellung.
«Wir wehren uns entschieden gegen die angedrohten Kürzungen in der Kultur. Sie stehen in keinem Verhältnis zu den horrenden Beträgen, die in Hamburg im Finanzsektor versenkt wurden. Für die gab es klaglos Hilfe - aus Steuermitteln», kritisierte Friedrich Schirmer, Intendant des Schauspielhauses. Und Joachim Lux, Intendant des Thalia Theaters, fügte hinzu: «Wenn man jetzt bei Bibliotheken, Museen, Theatern, Off-Kultur und Ateliers Geld wegnimmt, droht ein katastrophales, politisch kaum vertretbares Gesamtbild.» Die Kulturschaffenden befürchten, dass der Hamburger Kulturetat 2010 um mehr als zehn Millionen Euro (Kulturhaushalt derzeit: 211 Millionen Euro) gekürzt werden könnte.
«Knappe 2,5 Prozent vom Gesamthaushalt für Kultur - eine Summe, die menschlich und kulturell unendlich viel bewirkt! Weggespart bewirkt sie im Haushalt fast nichts, ist aber für Gemeinsinn und humanes Leben eine Katastrophe», meinte der Präsident der Freien Akademie der Künste Hamburg, Armin Sandig. Der Hamburger Senat will am Dienstag die Höhe der voraussichtlichen Steuerausfälle für das kommende Jahr bekanntgeben und Ende November konkrete Sparmaßnahmen für alle Ressorts beschließen.
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