| Dessau und das Bauhaus: Ausstellung «Bauhausstadt» |
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| Montag, 16. November 2009 um 17:15 Uhr | ||
Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Der Einfluss des Bauhauses auf die Stadt Dessau im Lauf der Jahrzehnte ist Thema einer Ausstellung, die am 5. Dezember am Bauhaus eröffnet wird. In der Schau «Bauhausstadt» werde erstmals das Verhältnis zwischen der wichtigsten Gestaltungsschule des 20. Jahrhunderts und der anhaltischen Industriestadt in drei Umbruchsituationen dargestellt, heißt es in der Ankündigung vom Montag. Die im Jahr 1919 von Walter Gropius (1883-1969) in Weimar gegründete Hochschule für Gestaltung war wegen dort fehlender politischer Unterstützung 1926 nach Dessau umgezogen.
«Dessau muss die Türen zu etwas Neuem aufmachen», forderte der liberaldemokratische Bürgermeister Fritz Hesse 1926 bei der Ankunft von Gropius & Co. Die Bauhäusler bauten damals auch die Stadt mit. Allerdings war die Kooperation nur von kurzer Dauer: Nach sieben Jahren musste die bekannte Hochschule auf Druck der Nazis schließen. Zu DDR-Zeiten gab es im Bauhaus-Gebäude Ausstellungen, Theater und kulturelle Nischen. In jüngerer Zeit lockt die Stiftung Bauhaus jährlich 100 000 Besucher aus aller Welt an.
Zu den Exponaten der Schau zählen historische Dokumente, Fotos und Zeitzeugenberichte. Auf Karten werden Spuren verfolgt, die das Bauhaus in der Stadt hinterlassen hat. In einem Beiprogramm gibt es etwa Spaziergänge zu unbekannten Bauhaus-Orten, eine Diskussion über die Perspektiven der Stadt und einen Workshop für Architekten über den angemessenen Umgang mit Bauten der Moderne. Die Ausstellung ist bis zum 7. März 2010 geöffnet.
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