| Stichwort: Residenzschloss Dresden |
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| Montag, 16. November 2009 um 18:45 Uhr | ||
Dresden (dpa) - Das Residenzschloss gilt unter Fachleuten als architektonisches Kleinod. 1289 wurde erstmals ein Kastell erwähnt. Mitte des 16. Jahrhunderts erweiterten Baumeister vorhandene Substanz zu einer Anlage im Renaissancestil. Nach einem Großbrand erfolgte von 1717 bis 1719 ein erster Wiederaufbau. Bei den Umbauten zwischen 1889 und 1901 wurden auch hölzerne Balken durch Stahlträger ersetzt. Die Bombennacht vom 13. Februar 1945 verwandelte die einstige Residenz sächsischer Kurfürsten und Könige in eine Ruine. Von der Bausubstanz blieben nur 15 bis 20 Prozent übrig. Experten gegen davon aus, dass die Stahlträger die Überreste zusammenhielten.
In der Nachkriegszeit verhinderten Denkmalpfleger deren Vernichtung durch die DDR-Führung. 1985 begann der Wiederaufbau. In seine größte Baustelle investierte der Freistaat bis Ende Oktober 243,5 Millionen Euro, die Gesamtkosten für die noch bis 2013 dauernde Rekonstruktion und den Ausbau zum Museumszentrum der Staatlichen Kunstsammlungen werden auf 337 Millionen Euro geschätzt.
Mit Münz- und Kupferstich-Kabinett und Grünem Gewölbe - geteilt in Neues und Historisches Grünes Gewölbe - beherbergt es bereits drei Museen sowie die Verwaltung und Kunstbibliothek. Dazu kam im August die Fürstengalerie. Anfang März 2010 sollen die Türkenkammer als erster Schritt zur Rückkehr der Rüstkammer ins Schloss, 2011 der Riesensaal folgen. Der 1548 bis 1553 entstandene größte Raum im Schloss verdankt seinen Namen der Ausmalung mit Kriegergestalten, den «Riesen».
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