| Schau blickt auf Kunsthochschul-Geschichte |
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| Dienstag, 17. November 2009 um 19:36 Uhr | ||
Leipzig (dpa/sn) - Es geht um den Alltag an einer bekannten Künstlerschmiede zu DDR-Zeiten: «Pflicht und Kür» heißt die Schau an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), die vom 26. November an einen Blick auf die Lehre dort in den 50er bis 80er Jahren erlaubt. Sie biete einen künstlerischen Querschnitt über die Jahre hinweg, sagte Kuratorin Christine Rink am Dienstag der dpa. Unter den Exponaten sind Diplom-Arbeiten und Zeitzeugeninterviews. Die Kunsthochschule ist vor allem wegen der dort entstandenen Malerei-Strömung «Leipziger Schule» bekannt, der etwa Werner Tübke (1929-2004) und Wolfgang Mattheuer (1927-2004) angehörten.
Die 1764 gegründete HGB ist eine der ältesten Kunsthochschulen in Europa. Die Ausstellung zeigt, dass die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts für den Umbau der Akademie zu einer sozialistischen Hochschule stehen. «Die Malerei wurde an der Hochschule erst in den 60er Jahren neu begonnen», sagte Rink. Die 60er und 70er Jahre seien stark von der Malerei und der Typographie geprägt gewesen, in den 80ern habe dann die Fotografie eine große Rolle gespielt.
Dokumentiert wird dies etwa mit Werken aus den unterschiedlichen Jahrzehnten - darunter auch die Diplom-Arbeit des ehemaligen Rektors Arno Rink. Die Schau zeigt zudem von Studenten gedrehte Filme, Zeitungsartikel über die Hochschule sowie Zeitzeugeninterviews, etwa mit Ex-Professor Neo Rauch, Walter Libuda und Lutz Dammbeck. In jüngerer Zeit war die Kunsthochschule wegen eines Streits um den Nachfolger von Malerei-Professor Neo Rauch in die Schlagzeilen geraten.
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