| Landeskulturpreis 2009 an Bildhauer und Kantorei |
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| Dienstag, 17. November 2009 um 19:44 Uhr | ||
Schwerin (dpa/mv) - Der Bildhauer Wieland Schmiedel aus Crivitz ist am Montag im Schweriner Schloss mit dem Landeskulturpreis 2009 ausgezeichnet worden. Der 1942 in Chemnitz (Sachsen) geborene Künstler lebt seit 1976 in der Kleinstadt bei Schwerin. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert. Schmiedel schuf unter anderem die Stelen entlang der Todesmarsch-Strecke der KZ-Häftlinge aus Sachsenhausen und Ravensbrück im Landkreis Parchim. Den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis erhielt die St.-Johannis-Kantorei Rostock, die mit rund 400 Sängern zu den größten Kantoreien Norddeutschlands zählt.
Der Kulturpreis des Landes wird seit 1994 vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören der 2007 gestorbene Schriftsteller Walter Kempowski («Echolot»), der aus Rostock stammt, und der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Gottfried Kiesow. Der inzwischen 78-jährige Denkmalschützer hat sich in Mecklenburg- Vorpommern um die Erhaltung und Vermarktung der Backsteingotik verdient gemacht.
Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) appellierte anlässlich der Preisverleihung am Montag, mit mehr Selbstbewusstsein auf das zu schauen, was in Mecklenburg-Vorpommern an Kunst und Kultur geschaffen wird. «Ich finde, dass wir stolz sein können, wie vielfältig das kulturelle Angebot in unserem Land ist», sagte er einer Pressemitteilung zufolge. «Das gilt für Kunst mit hohem professionellem Anspruch genauso wie für Kinder- und Jugendprojekte, die jungen Menschen einen fröhlichen, unverkrampften Zugang zu Musik, Film oder Theater bieten wollen und sie einladen, selbst kreativ zu werden.» Beides sei wichtig und werde von der Landesregierung «nach Kräften» unterstützt.
Wieland Schmiedel habe einen großen Teil seiner Arbeiten gezielt für den öffentlichen Raum geschaffen, «als Herausforderung zur Wahrnehmung, Diskussion und Auseinandersetzung», erklärte Sellering weiter. Dazu gehörten auch die sechs «Denkzeichen» auf dem Friedhof Neuruppin (Brandenburg). Es gelinge dem Künstler, mit seinen Kunstwerken viele Menschen zu berühren und zu bewegen. «Er leistet damit einen wertvollen Beitrag gegen das Vergessen, für eine Kultur des Erinnerns.»
Zur St.-Johannis-Kantorei Rostock sagte der Ministerpräsident: «Man kann sich kaum vorstellen, wie das musikalische Leben in der Hansestadt Rostock ohne die Kantorei mit ihren sieben Chören aussehen würde. Mehr als 50 Konzerte geben die rund 400 Sängerinnen und Sänger im Jahr auf höchstem künstlerischem Niveau.» Besondere Anerkennung verdiene die Jugendarbeit. Mehr als 200 Kinder und Jugendliche bekommen Sellering zufolge derzeit in der Kantorei eine musikalische Ausbildung. Tags: f
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