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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Lempertz Auktion - MODERNE KUNST PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 18. November 2009 um 18:33 Uhr

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STARKE IMPRESSIONISTEN UND EXPRESIONISTEN

 
 

Die Auktion Moderne Kunst am 5. Dezember offeriert eine hochrangige Auswahl von Werken des deutschen und französischen Impressionismus, darunter dreimal Max Liebermann (300/400.000, 400/450.000, 300/340.000), Lesser Ury, Lovis Corinth, Edouard Vuillard (100/120.000) sowie mit Gemälden des Fauvismus und des deutschen Expressionismus. Hier reicht das Angebot von Maurice de Vlaminck, Louis Valtat, Conrad Felixmüller (150/170.000), Alexej von Jawlensky (200/250.000, 200/220.000) über Marianne von Werefkin, Gabriele Münter, Emil Nolde bis zu Hermann Max Pechstein, von dem eine der ganz seltenen Bronzen aufgerufen wird (100/130.000). Lempertz wird darüber hinaus u.a. eine kleine Auswahl aus dem Nachlass von Max Ackermann mit sehr frühen Gemälden und Zeichnungen sowie aus der Sammlung des Neußer Rechtsanwaltes Johannes Geller (1873-1954) bemerkenswerte Werke der mit ihm befreundeten Expressionisten Heinrich Nauen und Christian Rohlfs anbieten.

 

Von Max Liebermann liegen drei bedeutende Gemälde vor. Der 1899 entstandene Kirchgang in Laren, ein museales Stück, das nach Erich Hancke, der die erste zeitgenössische Monographie zu Liebermann schrieb, ein Schlüsselwerk in der Auseinandersetzung mit dem Impressionismus darstellt (Lot 956, 300/400.000). Sehr typisch ist die Blumenterrasse im Wannseegarten nach Norden von 1919, eine dynamische und zauberhafte Gartenkomposition mit dem Gaul-Brunnen und der Enkelin des Künstlers mit der Kinderfrau im Hintergrund (Lot 957, 400/450.000). Um 1920 entstand die Große Seestraße in Wannsee mit Spaziergängern, eines der frühesten aus der Reihe der überlieferten Seestraßenbilder (Lot 958, 300/340.000).

 

Das marktfrische, leuchtkräftige, aus Privatbesitz stammende Blumenstilleben von Jawlensky aus dem Jahr 1910 entstand in einem künstlerisch sehr bedeutenden Jahr und vereinigt alle neuen Errungenschaften des frühen expressionistischen Werks (Lot 927, 200/250.000). Von dem Künstler kommen auch ein 1917 gemalter Mystischer Kopf (Lot 928, 200/220.000) sowie ein spätes Blumenstück von 1937 (Lot 937, 40/50.000) zum Aufruf. Von seiner Lebensgefährtin, dem weiblichen intellektuellen Kopf des Blauen Reiters, Marianne von Werefkin werden drei der auf dem Markt sehr gesuchten und raren Papierarbeiten aus den Jahren vor 1910 angeboten, geheimnisvolle Motive, alle vielfach ausgestellt: eine Mondscheinlandschaft (25/30.000), L’Ouvreuse, eine Theaterszenerie mit Loge (30/35.000) und Zwei Frauen für 15/20.000 (Lots 1097 ff.). Klotzsche. Spät-Sommer-Abend aus dem Jahr 1918 markiert den Beginn des Erfolgs für Conrad Felixmüller. Das von Herwarth Walden noch in seinem Entstehungsjahr ausgestellte Gemälde ist in expressionistischen Farben gehalten und in seiner Komposition kubistisch ausgeführt. Der Einfluß des Kubismus ist noch deutlicher in dem zwei Jahre früher gearbeiteten Portrait von Arthur Rudolph auf der Rückseite zu spüren. Das Bild kommt aus der besten Zeit des Künstlers, aus der nur wenige Arbeiten erhalten sind (Lot 880, 150/170.000).

 

Im Jahr des Bauhaus-Jubliäums kann Lempertz von Oskar Schlemmer das Relief Bauplastik R von 1919 aus Berliner Privatbesitz anbieten Es handelt sich um einen der wenigen von Otto Baum nach dem Krieg hergestellten Gipsabgüsse; 1964 wurde er von Tut Schlemmer dem Vorbesitzer geschenkt (Lot 1070, 100/150 000). Eine Entdeckung ist das Bronzebildnis des Berliner Kunsthistorikers und -kritikers Dr. Eduard Plietzsch, eine bisher seit den Brand des Ateliers 1945 in Berlin verschollene Plastik von H.M. Pechstein, deren Gips sich heute im Brücke-Museum befindet. Es handelt sich um einen hochexpressiven Kopf, eine der wenigen überhaupt bekannten plastischen Arbeiten Pechsteins. Die vorgeschlagene Datierung von 1919 konnte auf Grund neuer Erkenntnisse auf 1913 vorgezogen werden. Es handelt sich um den wohl einzigen Lebzeitguss dieser Plastik (Lot 1012, 100/130.000). Sein Gemälde Blumenstilleben mit chinesischem Buddha von 1923/24 ist mit 50/60.000 bewertet (Lot 1013).

 

Ergänzt wird die Offerte durch ein um 1906 entstandenes prachtvolles, farbensprühendes Blumenstück von Edouard Vuillard (Lot 1096, 100/120.000), das neben zwei Gemälden – einem Blumenstrauß Bouquet de fleurs au vase blanc (Lot 1095, 40/50.000) und einer Dorflandschaft Village (Lot 1094, 30/40.000) – von Maurice de Vlaminck den französischen Fauvismus sehr schön vertritt. Louis Valtat ist mit einem ländlichen Obstgarten aus seiner Spätphase vertreten (Lot 1087, 50.000). Auguste Herbins Anatomie cubiste von 1919 verwendet eine antikisierende Gipsfigur für einen Rückenakt (Lot 913, 35/45.000).

 

Lesser Ury ist vertreten mit einer farblich sehr eindrucksvollen Thüringische Landschaft (Lot 1083, 40/50.000), einem Lindenstraßen-Gemälde (20/25.000) und einem Pastell vom Gardasee aus den 1890er Jahren (Lot 1084, 20/25.000). Bei 35/40.000 liegt ein Blumenstilleben Karl Hofers von 1948 (Lot 921) und bei je 40/45.000 zwei Worpsweder Bilder von Paula Modersohn-Becker (Lots 985/986). Gabriele Münters um 1915 in Schweden entstandenes Bildnis von Thyra Wallin ist auf 70/80.000 geschätzt (Lot 992). Bis 50/60.000 kommt Lovis Corinths rasch und spontan gearbeiteter Blick aus seinem Berliner Atelierfenster (Lot 84). Die 1932 gearbeitete Plastik einer kleinen Sitzenden von Gerhard Marcks gehört zu dem Kreis der Seraphita-Arbeiten (Lot 959, 30/35.000).

 

Emil Nolde ist u.a. mit drei Aquarellen präsent. Die höchste Taxe tragen Rote Blüten von 1925/30 (60/70.000). Die 1913 entstandenen Dschunken sind von großem graphischen Reiz (30/40.000). Abgerundet wird die Offerte von einem Stilleben mit Hyazinthen für 35/40.000 (Lots 1007 ff.). Von Max Ernst liegt eine Illustrationsvorlage für das Vorsatzpapier zu John Russells „Max Ernst“ vor. Die Gouache und Collage ist mit 70/90.000 bewertet (Lot 870). Über Bleistift hat Otto Dix 1922 eine Lesende aquarelliert; es handelt sich um eines der seltenen intimen Portraits seiner späteren Frau, das lange als verschollen galt (Lot 866). Unter den 10 Arbeiten von Christian Rohlfs ragt eine Leinwand von 1918 heraus. Der Sklavenhalter steht mit seiner Inszenierung der Rottöne am Beginn der Spätphase des Künstlers (Lot 1061, 35/45.000). Wie dieses wird mit Heinrich Nauens Steinbruch bei Visé eine weiteres Gemälde der Sammlung Geller offeriert (Lot 995, 18/22.000). Aus den 1920er Jahren stammt ein aquarelliertes Stilleben Karl Schmidt-Rottluffs, das für 25/35.000 angeboten wird (Lot 1071).

 

            Auktion 5. Dez. 2009 um 10.30 Uhr, Kunsthaus Lempertz, Köln

      Vorbesichtigung Köln  27. November – 4. Dezember 2009

Katalog online   www.lempertz.com

 

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