| Linke: Kulturförderung so wichtig wie Werftenförderung |
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| Mittwoch, 18. November 2009 um 18:47 Uhr | ||
Schwerin (dpa/mv) - Die Linken im Landtag wollen die Förderung von Kunst und Kultur auf die gleiche Ebene heben wie die für Werften und andere industrielle oder landwirtschaftliche Produktion. «Der Gefahr, dass Kultureinrichtungen schließen und Vereine ihre unersetzbare Arbeit allein wegen fehlender Förderung einstellen, müssen wir uns entgegenstellen«, sagte der bildungspolitische Fraktionssprecher Torsten Koplin. Das neue Finanzausgleichsgesetz der SPD/CDU-Regierung sorge für große Löcher in den Haushalten der Kommunen. Die Stadtoberhäupter seien immer stärker gezwungen, den Rotstift in die Hand zu nehmen. Kulturausgaben seien aber keine Subventionen, sondern Investitionen in die Zukunft des Landes, der Landkreise und Kommunen, sagte Koplin.
Kultusminister Henry Tesch (CDU) entgegnete, die einmalige und vielfältige Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern stehe auf einem breiten und sicheren Fundament. In den aktuellen Haushaltsberatungen im Landtag seien keine Kürzungen im Kulturbereich vorgesehen. Schwerpunkte seien die Kinder- und Jugendkultur mit Musikschulen, Kunstschulen und Kinderbibliotheken, die Stärkung der Demokratie und die internationalen Beziehungen im Ostseeraum, außerdem die niederdeutsche Sprache, das Musikland, das Kulturerbe im ländlichen Raum sowie die Theater- und Orchesterlandschaft.
Der kulturpolitische Sprecher der SPD, Klaus-Michael Körner, warf der Fraktion der Linken vor, eine Aufstockung der Mittel um 2,2 Millionen Euro für den Kulturbereich zu fordern, ohne Vorschläge zu machen, woher das Geld kommen soll. «Ihr Weg heißt Schuldenaufnahme», sagte er. Tags: f
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