| Mathematisch-Physikalischer Salon gastiert in Augsburg |
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| Donnerstag, 19. November 2009 um 17:54 Uhr | ||
Erstmals in der Geschichte des Mathematisch-Physikalischen Salons werden die wertvollsten Stücke seiner Sammlung für wenige Wochen außerhalb Dresdens gezeigt.
Die Arbeiten sind ab morgen in Augsburg zu Gast. Im Rahmen der Ausstellung „Weltenglanz“ zeigt das Maximilianmuseum Augsburg bis Februar 2010 fast alle Highlights des Mathematisch-Physikalischen Salons, darunter verschiedene Metallgloben, wie den arabischen Himmelsglobus und den Reinhold-Roll-Globus, Automaten, wie den so genannten ‚Hottentottentanz‘ und den „Trommelnden Bär“ aber auch Renaissance-Uhren und Brennspiegel.
„Wir gehen mit den wissenschaftlichen Instrumenten an den Ort ihrer Entstehung zurück“, sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Prof. Martin Roth. Augsburg sei im 16. und 17. Jahrhundert der Produktionsort für Luxusgüter in Europa gewesen. Silber- und Goldschmiedearbeiten, Uhren und wissenschaftliche Instrumente aus Augsburg fanden in dieser Zeit ihren Weg in viele wichtige Sammlungen der Zeit, so auch in den Mathematisch-Physikalischen Salon im Dresdner Zwinger.
„Wir zeigen in Augsburg eine Auswahl von kostbaren Instrumenten, mit denen die sächsischen Herrscher ihren Wissensdurst eindrucksvoll unter Beweis stellten“, so SKD-Generaldirektor Martin Roth. Zu den insgesamt 75 Leihgaben aus dem Mathematisch-Physikalischen Salon kommen fünf Objekte aus dem Maximilianmuseum, die in direktem Zusammenhang zu den Leihgaben stehen. Darunter auch der so genannte Bacchus-Automat, ein Automat, der sich bis ins frühe 19. Jahrhundert in der Dresdner Kunstkammer befand, dann verkauft wurde, und Anfang des 20. Jahrhunderts über den Kunstmarkt in das Augsburger Museum gelangte.
Der im Dresdner Zwinger beheimatete Mathematisch-Physikalische Salon zählt zu den bedeutendsten wissenschaftshistorischen Sammlungen weltweit. Er enthält wertvolle Uhren und wissenschaftliche Instrumente wie Astrolabien, Teleskope, Feldmessinstrumente, Tischuhren und raffinierte Automaten. Der Mathematisch-Physikalische Salon im Dresdner Zwinger ist seit dem 1. Januar 2007 aufgrund von Baumaßnahmen geschlossen. Die Wiedereröffnung im Dresdner Zwinger ist für 2012 geplant. |
























































