| Vorläufer des Manga im Grassi Museum |
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| Donnerstag, 19. November 2009 um 18:30 Uhr | ||
Leipzig (dpa/sn) - Das Grassi Museum in Leipzig nimmt sich mit einer neuen Sonderausstellung der Vorläufer des populären Manga an. «Japanische Druckkunst vor Manga» zeigt vom 21. November an zahlreiche jahrhundertealte Holzschnitte, Färbeschablonen und Rollbilder. Die Ausstellungsstücke stammen zum Großteil aus der Sammlung des Museums für Angewandte Kunst; es sind aber auch einige Leihgaben darunter. In einer kleinen Lese-Ecke werde der Bogen zu den aktuellen japanischen Mangas geschlagen, kündigte Museumsdirektorin Eva Maria Hoyer am Donnerstag an. Die Schau wird bis zum 31. Januar 2010 geöffnet sein.
Die Besucher können sich in der Ausstellung auf Spurensuche begeben, welche Elemente aus der Druckkunst sich möglicherweise im modernen Manga wiederfinden. Der klare Schwerpunkt der Schau liegt aber auf der volkstümlichen Kunst des sogenannten Ukiyo-e. Die ausgestellten Objekte entstanden in zwei Perioden zwischen 1603 und 1912. Einen großen Teil - etwa 40 Prozent - nehmen in den Werken der japanischen Holzschnittmeister Darstellungen von Frauen, häufig Kurtisanen, ein. Beliebtes Motiv war auch die Welt des Theaters. Die Ausstellung will zudem die prägende Wirkung japanische Druckkunst auf die europäische Kunst verdeutlichen.
Laut Museumsdirektorin Hoyer ist die Sammlung so bisher noch nicht präsentiert worden. Und auch in Zukunft könnten die Kunstgegenstände aus konservatorischen Gründen so umfangreich nicht gezeigt werden. Es handele sich um eine «Ausstellung insgesamt sehr fragiler Objekte», betonte Kurator Eberhard Patzig. Die Blätter und Bilder seien für die Schau sorgfältig restauriert worden.
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