| 1000 Demonstranten gegen Kulturkürzungen |
|
|
|
| Donnerstag, 19. November 2009 um 18:39 Uhr | ||
Stuttgart (dpa/lsw) - Mit fantasievollen Kostümen, vielen Transparenten und bunten Ballons haben am Donnerstag laut Veranstalterangaben rund 1000 Menschen gegen Sparpläne in der Stuttgarter Kulturförderung demonstriert. Zum Abschluss dieser «Art Parade» durch die Innenstadt hat Staatstheater-Intendant Hasko Weber am Donnerstagnachmittag einen «Stuttgarter Appell» an Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) übergeben. Darin fordern die Künstler, den Kulturbereich aus der Spardebatte auszunehmen.
«Eine Großstadt wie Stuttgart lebt von der Attraktivität ihrer kulturellen Szene», heißt es in dem vor dem Rathaus verlesenen Appell. Nötig sei ein «Konjunkturpaket Kultur» als Antwort auf die Krise einer wirtschaftlich orientierten Gesellschaft. «Die Erfolgsgeschichte der Schwabenmetropole von der Nachkriegszeit bis heute bestand in einem kreativen Pakt von Kultur, Wirtschaft und Politik», erklärte Kunstwissenschaftler Beat Wyss auf der Abschlussdemonstration. Diese Erfolge seien nun bedroht.
Der Gemeinderat plant, bei Kultureinrichtungen mit mehr als 400 000 Euro Förderung pro Jahr 10 Prozent davon zu streichen, bei Einrichtungen unter dieser Grenze 5 Prozent. Dieser Plan soll am 18. Dezember verabschiedet werden. Auch in anderen Städten im Südwesten fürchten Kulturschaffende schmerzhafte Kürzungen.
|

























































