| „Sehnsuchtsorte“ laden im Dezember im Overbeck-Museum zum Träumen ein |
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| Freitag, 20. November 2009 um 13:01 Uhr | ||
Weihnachtszeit ist Sehnsuchtszeit
Die Weihnachtszeit lädt zum Träumen ein – auch im Overbeck-Museum. Acht Bremer Künstler entführen die Besucher an „Sehnsuchtsorte“ (so der Titel der aktuellen Ausstellung), die ihre Fantasie beflügeln. Das können Ansichten vom Meer sein, Sehnsuchtsstädte wie Paris und Rom oder die Künstlerkolonie Worpswede. Klassische Sehnsuchtsorte – modern interpretiert. So finden sich in der Ausstellung neben Videoinstallationen und einem Bildobjekt mit Sound auch Filzstiftzeichnungen, fotografische Verfremdungen oder Texte und Tattoos an Fensterscheiben. Kuratorin Marikke Heinz-Hoek präsentiert in der speziell für das Overbeck-Museum konzipierten Schau neben eigenen Arbeiten außerdem Werke von Christine Prinz, Michael Wendt, Edith Pundt, Isolde Loock, Thomas Behling, Claus Haensel und Herwig Gillerke. Die Ausstellung fordert die Besucher zum neuen Sehen heraus und schlägt gleichzeitig eine Brücke zur Kunst von Fritz und Hermine Overbeck.
Die Overbecks gehörten zu den ersten, für die Worpswede zum Sehnsuchtsort geworden ist. Im Großen Ausstellungssaal des Museums zeigen rund 50 Ölgemälde des Malerpaars, wohin sich die frühen Worpsweder träumten. Dazu zählt nicht nur die unberührte Natur des Teufelsmoors, die keine Spuren der um sich greifenden Industrialisierung trägt, sondern auch die Inseln Sylt, Amrum und Föhr, die Schweizer Berge mit ihren schneebedeckten Tannen, verwunschene Mondnächte, der Blick aus dem Fenster in die weite Ebene oder der Wunsch nach einem eigenen Garten. All diese Themen repräsentieren die Sehnsuchtsorte der Overbecks und machen neugierig, sich dem Künstlerpaar unter einem ungewöhnlichen Blickwinkel anzunähern. Ein letzter Saal widmet sich schließlich dem grafischen Werk Fritz Overbecks, der sich mit seinen meisterhaften Radierungen früh einen Namen machen konnte und vielfach dafür ausgezeichnet wurde. Die Druckplatten wurden alle bei einem Bombenangriff auf die Berliner Druckerei Felsing im Jahr 1944 zerstört – verlorene Sehnsuchtsorte, von denen wie durch ein Wunder heute noch zwei erhalten sind.
Museumsleiterin Dr. Friederike Daugelat stellt den Besuchern die Sehnsuchtsorte von Fritz und Hermine Overbeck am Nikolaustag, 6. Dezember, um 11. 30 Uhr vor, die Sehnsuchtsorte von heute präsentiert die Kunsthistorikerin Regina Gramse am 13. Dezember 2009 um 11.30 Uhr sowie am 3. Januar 2010 um 15 Uhr, und zur Finissage kommen die Künstler aus dem modernen Teil der Ausstellung noch einmal persönlich ins Museum, um sich gemeinsam mit den Besuchern am 11. Januar um 16 Uhr von ihren Sehnsuchtsorten zu verabschieden.
Termine:
Neue Öffnungszeiten: Das Overbeck-Museum ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet außer montags. Heiligabend, am 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr bleibt das Museum geschlossen, am 2. Weihnachtstag ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Begleitprogramm: Künstlergespräch zur Sonderausstellung „Sehnsuchtsorte“ am: Sonntag, 10. Januar 2010 (Finissage) um 16 Uhr
Die Kunsthistorikerin Regina Gramse führt durch die Sonderausstellung am: Sonntag, 13. Dezember 2009 um 11.30 Uhr Sonntag, 3. Januar 2010 um 15 Uhr
Durch die Dauerschau mit Werken von Fritz und Hermine Overbeck führt Museumsleiterin Dr. Friederike Daugelat am: Sonntag, 6. Dezember 2009 um 11.30 Uhr
Die Sonntagsführungen um 11.30 Uhr sind auf Wunsch auch kombinierbar mit einem Brunch im „Bolero“ gegenüber dem Overbeck-Museum.
Führungen für Schulklassen auf Anfrage |

























































