| Museum zeigt Werke des US-Regisseurs David Lynch |
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| Freitag, 20. November 2009 um 16:54 Uhr | ||
Brühl (dpa/lnw) - Rund 150 Werke des US-Regisseurs David Lynch sind von diesem Sonntag an in Brühl bei Bonn zu sehen. Als erstes Museum in Deutschland widmet das Max Ernst Museum dem Filmemacher eine eigene Ausstellung. Lynch («Der Elefantenmensch», «Blue Velvet») offenbart dem Publikum unter dem Titel «Dark Splendor» seine bizarr- kreative Gedankenwelt in Form von Gemälden, Aquarellen, Fotografien sowie einer Raum- und Soundinstallation. «Meine Bilder sind organische, brutale Komödien», sagte Lynch am Freitag. Das Museum empfiehlt den Besuch der bis zum 21. März 2010 dauernden Ausstellung ab 18 Jahren, weil sie Wert- oder Moralvorstellungen verletzen könne.
Anziehend und abstoßend: David Lynch-AusstellungVon Nora Gantenbrink, dpa
Brühl (dpa/lnw) - Kunst vom Kultregisseur: Als erstes Museum in Deutschland zeigt das Max Ernst Museum in Brühl bei Bonn von Sonntag an 150 Werke des US-amerikanischen Filmemachers David Lynch. Ein Teil der Exponate ist zum ersten Mal in der Öffentlichkeit zu sehen, einige hat er sogar extra für die Brühler Schau geschaffen. Unter dem Titel «Dark Splendor» offenbart Lynch den Besuchern seine bizarre Gedankenwelt in Form von Gemälden, Aquarellen, Lithographien, Fotografien sowie einer Raum- und Soundinstallation. «Meine Bilder sind organische, brutale Komödien», sagte der 63-Jährige am Freitag.
Seine Filme sind längst Kult. «Der Elefantenmensch», «Blue Velvet», «Wild at Heart» oder «Lost Highway» haben Lynch als Regisseur populär gemacht. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Verwirrte, verschreckte und verwunderte das Publikum mit surrealen Inszenierungen und ungewöhnlichen Geschichten fernab der normalen Hollywood-Streifen.
Auch als Künstler bildet Lynch Unerklärliches, Abgründiges und Befremdliches ab. Viele seiner Fotografien sind anziehend und abstoßend zugleich: Von Rost zerfressene Industrieanlagen, in Dunkelheit getauchte nackte Frauengesäße, zerschmelzende Schneemänner oder amöbenartige Gestalten, die wie Fett in der Pfanne zerlaufen.
Das Museum empfiehlt den Besuch der Ausstellung erst ab 18 Jahren, Kinder und Jugendliche sollten nur in Begleitung Erwachsener kommen: Denn einige der gezeigten Kunstwerke könnten «die Wert- oder Moralvorstellungen verletzen». Lynch hingegen findet diesen Warnhinweis abwegig. «Ich denke, die Kinder werden meine Bilder mögen. Sie haben sicher schlimmeres im Fernsehen gesehen», meinte er.
«Lynch stellt unsere Erwartungshaltung auf den Kopf. Wir treten bereitwillig oder zögernd in seine Traumwelt ein und erleben, wie in dieser letztlich die Normalität abstrus wird», sagte Hauptkurator Werner Spies. «Pausenlos unterbricht Lynch die Seherwartung. Es geht um Beunruhigung.» Dunkle, gedeckte Farben. Perspektiv- und Proportionsverschiebungen dominieren die Werke auf geheimnisvolle Weise. Die meisten Arbeiten behandeln das Thema «Zeit und Vergänglichkeit».
Der Regisseur versteht sich selbst als «Bildkünstler». Durch seine verstörenden Werke will er den Betrachter in eine Welt führen, in der das Abgründige und Unerklärliche regiert. «Ich bin ein sehr guter schlechter Maler», sagte er schmunzelnd. Die Ausstellung ist bis zum 21. März 2010 in Brühl zu sehen. |
























































