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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Das Overbeck-Museum feiert sein 20-jähriges Bestehen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 20. November 2009 um 18:32 Uhr

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Overbeck2010 wird gefeiert - das Overbeck-Museum begeht sein 20-jähriges Bestehen. Zum Auftakt eröffnet vom 24. Januar bis zum 14. März eine Schau das Jubiläumsjahr, die die Besonderheiten des Overbeck-Museums reflektiert: Es handelt sich um eine Ausstellungsstätte in Vegesack, einem Ortsteil im Bremer Norden, wo Fritz und Hermine Overbeck vor 100 Jahren gelebt und gearbeitet haben, gleichzeitig ist das Haus als Nachlassstätte des Malerpaars eng mit der Künstlerkolonie Worpswede verbunden. Diese beiden Aspekte greift die Ausstellung „Blickwechsel“ auf: Hardy Theilen-von Lübke, eine Künstlerin aus Bremen-Nord, zeigt auf ihren Gemälden oft Ansichten ihrer unmittelbaren Umgebung. Viele ihrer Werke sind von der Flusslandschaft an der Lesum inspiriert, die Arbeiten entstehen im Blickwechsel mit der Natur, ohne naturalistisch zu wirken. Gerlinde Creutzburg ist die Leiterin des Künstlerhauses Lukas in Ahrenshoop. Sie stellt Arbeiten aus, die sich vorwiegend Korrespondenzen und gemeinsamen Künstlerbüchern mit verschiedenen Autoren Nordeuropas widmen, ihre Ausgangspunkte wechseln von Wort zu Bild oder umgekehrt. Damit repräsentiert Gerlinde Creutzburg aktuelle Standpunkte einer Künstlerkolonie, die etwa zeitgleich mit der Kolonie am Weyerberg gegründet wurde. Im Zusammenspiel mit den Arbeiten der Overbecks entsteht so ein direkter Bezug zwischen damals und heute. Pünktlich zum Jubiläum erscheint außerdem das Werkverzeichnis der Studien Fritz Overbecks,  herausgegeben von Gertrud Overbeck, das am 14. Februar vorgestellt wird.

 

„Dreidimensional“ wird es vom 28. März bis 24. Mai 2010 im Overbeck-Museum. Zeitgenössische Bildhauerkunst - von überlebensgroßen Figuren bis hin zu abstrakten Formen - ist zu sehen, wenn das Haus seine Räume öffnet für die Arbeiten von Barbara Bartel, Christiane Eberhardt, Claus Haensel, Uwe Hansmann und Reinhard Osiander. Zwischen den Skulpturen hängen die Bilder von Fritz Overbeck und Hermine Overbeck-Rohte und laden den Betrachter zum Zwiegespräch ein. Damit gewinnen sowohl die Ausstellungsräume als auch die unterschiedlichen Exponate eine neue Dimension, und der Museumsbesuch wird zu einem besonderen Erlebnis, bei dem nicht mehr klar zwischen den Grenzen der einzelnen Gattungen unterschieden wird. „Dreidimensional“ ist eine Einladung an Liebhaber der Bildhauerkunst, aber auch an Kenner des Overbeck-Museums, die das Haus einmal aus einer ungewohnten Perspektive erleben können. Im Sommer folgt dann der zweite Teil der Jubiläumseierlichkeiten: Vom 6. Juni bis 29. August 2010 sind Fritz und Hermine Overbeck erneut „Im Dialog“ mit Worpswedern der zweiten Generation zu erleben, dieses Mal mit Carl Emil, Fritz und Lore Uphoff. Eine Partnerschau im Heimatmuseum Keitum auf Sylt, der Lieblingsinsel der Overbecks, rundet die Feiern zum 20-jährigen Bestehen ab.

 

Am 22. April 1990 wurde die erste Overbeck-Schau in Vegesack eröffnet. Zusammen mit dem KITO, das ebenfalls in der Alten Hafenstraße 30 residiert, hat sich Alte Packhaus mittlerweile zu einer der wichtigsten kulturellen Einrichtungen im Bremer Norden entwickelt. Besonders seit dem großen Erfolg der Ausstellung „Ich bin nicht sentimental. Fritz Overbeck zum 100. Todestag“ im Sommer 2009 ist das Overbeck-Museum in aller Munde. Über 10.000 Besucher aus ganz Deutschland und darüber hinaus kamen 2009 nach Vegesack, um die Werke der Overbecks zu sehen.

 

Gertrud Overbeck, die Enkelin von Fritz und Hermine Overbeck, hat vor zwanzig Jahren den Grundstein für das heutige Museum gelegt. Sie setzte sich dafür ein, einen Großteil der Overbeck-Bilder, die sich im Familienbesitz befanden, in eine Stiftung zu überführen und sie damit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus wird der Museumsbestand um viele Dauerleihgaben der Familie ergänzt. Seit 1990 hat die Kunst der Overbecks durch die regelmäßige Präsentation in Vegesack viele Liebhaber gefunden. Im Alten Packhaus werden immer Werke von Fritz und / oder Hermine Overbeck gezeigt, häufig in spannungsreichen Dialogen mit anderen Künstlern. Das Spektrum dieser künstlerischen Zwiegespräche ist weit gefasst von anderen Worpsweder Malern bis hin zu zeitgenössischen Arbeiten, die sich moderner Mittel wie Videoinstallationen und Computerprints bedienen.

 

Fritz Overbeck gehörte zu den Gründungsvätern der Künstlerkolonie Worpswede. Zusammen mit Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Hans am Ende und Heinrich Vogeler hat er den Ruhm des Malerdorfs am Weyerberg begründet, der bis in die Gegenwart ausstrahlt. Hermine Rohte kam 1896 als Schülerin zu Fritz Overbeck und ließ sich mit ihm zusammen in Worpswede nieder, 1905 zog das Paar schließlich nach „Bröcken“ bei Vegesack. Ihr Wohnhaus steht noch unweit des heutigen Museums. Während Fritz Overbeck zu Lebzeiten zu den bekanntesten deutschen Landschaftsmalern gehörte, der vielfach für sein Werk ausgezeichnet wurde, wirkte seine Frau Hermine vor allem im Verborgenen. Sie hat sich immer als Schülerin ihres Mannes verstanden und ihre Arbeiten nie ausgestellt. Selbst ihre Kinder waren überrascht, als sie nach dem Tod ihrer Mutter 1937 im früheren Atelier Fritz Overbecks einen Stapel von 200 völlig unbekannten Studien Hermine Overbeck-Rohtes entdeckten. Das Overbeck-Museum macht das reiche Schaffen der Malerin erstmals öffentlich zugänglich, und nach der großen Begeisterung, die die Sonderschau mit den Bildern Fritz Overbecks in diesem Jahr ausgelöst hat, können sich Kunstliebhaber im Sommer 2011 auf eine große Retrospektive des Werks von Hermine Overbeck-Rohte freuen.

 

 

20 Jahre Overbeck-Museum – die Ausstellungen im Überblick

24. Januar bis 14. März 2010:

1. Teil der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Overbeck-Museums

Blickwechsel

Zeitgenössische Kunst von Gerlinde Creutzburg und Hardy Theilen-von Lübke

Werke von Fritz und Hermine Overbeck

 

28. März bis 24. Mai 2010:

Dreidimensional – Zeitgenössische Bildhauerkunst

mit Arbeiten von Barbara Bartel, Christiane Eberhardt, Claus Haensel, Uwe Hansmann und Reinhard Osiander in der Zusammenschau mit den Bildern der Overbecks

 

6. Juni bis 29. August 2010:

2. Teil der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Overbeck-Museums

Im Dialog II: Overbecks und Uphoffs

Fortsetzung der Reihe: Die Worpsweder der zweiten Generation

 

Parallel: Große Overbeck-Ausstellung im Heimatmuseum Keitum, Sylt

 

Termine für die Ausstellung „Blickwechsel“:

Die Ausstellung „Blickwechsel“ wird eröffnet am Sonntag, 24. Januar 2010 um 11.30 Uhr. Es sprechen Dr. Friederike Daugelat, Leiterin des Overbeck-Museums, Heinrich Theilmann, Sprecher des Aufsichtsrats des Kulturbüros Bremen-Nord und Ulf Fieder, Publizist. Musikalische Gestaltung: Felix Kroll, Akkordeon, und Mitglieder des Jugendsinfonieorchesters Bremen-Nord.

Begleitprogramm

 

Sonderveranstaltung zum 20-jährigen Bestehen des Overbeck-Museums:

Vorstellung des Werkverzeichnisses der Studien von Fritz Overbeck, herausgegeben von Gertrud Overbeck

Sonntag, 14. Februar 2010 um 11.30 Uhr

 

Künstlergespräche zur Sonderausstellung „Blickwechsel“ am:

Sonntag, 7. Februar 2010 um 11.30 Uhr mit Hardy Theilen-von Lübke

Sonntag, 28. Februar 2010 um 11.30 Uhr mit Hardy Theilen-von Lübke

Sonntag, 14. März 2010 um 11.30 Uhr (Finissage) mit Gerlinde Creutzburg

 

Durch die Werke von Fritz und Hermine Overbeck führt Museumsleiterin Dr. Friederike Daugelat am:

Sonntag, 31. Januar 2010 um 11.30 Uhr

Sonntag, 21. Februar 2010 um 11.30 Uhr

Sonntag, 7. März 2010 um 11.30 Uhr

 

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