| Kulturrat: Spar- und Protestwelle in der Kultur |
|
|
|
| Montag, 23. November 2009 um 06:35 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Der Deutsche Kulturrat sieht sich angesichts der einer Spar- und Protestwelle in seinen Befürchtungen bestätigt, dass die Kommunen vor bisher ungeahnten Einschränkungen im Kulturbereich stehen. «Das Seebeben hat stattgefunden, die Wellen bauen sich auf und jeder weiß, dass eine Katastrophe naht», meinte Geschäftsführer Olaf Zimmermann am Sonntag in Berlin in einer Presseerklärung der Spitzenorganisation der Bundeskulturbände. «Der Kulturbereich muss jetzt auf die Straße gehen und den Sparkommissaren die Rote Karte zeigen.»
Der Deutsche Kulturrat hat zahlreiche Oberbürgermeister der deutschen Städte über 100 000 Einwohner danach befragt, wie sich die Kulturfinanzierung mit Blick auf die schwieriger werdende Haushaltslage und angesichts einbrechender Gewerbesteuer-Einnahmen in ihrer Region entwickelt. Alle 39 Oberbürgermeister, die sich an der Umfrage beteiligt haben, sehen sich laut Kulturrat «vor einer äußerst schwierigen Haushaltssituation», die kaum noch Spielräume zulasse und sogar die Schließungen von Einrichtungen an die Wand male.
So stehe jetzt das Wuppertaler Schauspielhaus zur Disposition. In Köln sollen die Kulturausgaben drastisch gesenkt werden. In Stuttgart rege sich deutlicher öffentlicher Widerstand gegen die Streichung von fünf Millionen Euro im Kulturetat, in Hamburg protestierten prominente Kulturschaffende vehement gegen die Kürzung des Kulturhaushalts um zehn Millionen Euro. |
























































