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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Liebermann-Villa zeigt den «Jesus-Skandal» PDF Drucken E-Mail
Montag, 23. November 2009 um 06:37 Uhr

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Berlin (dpa) - Die Liebermann-Villa am Berliner Wannsee zeigt seit Sonntag die Ausstellung «Der Jesus-Skandal - Ein Liebermann-Bild im Kreuzfeuer der Kritik». «Das Geschrei war groß: Der Sohn Gottes ein schmutziger, naseweiser Juden-Bengel? Unerhört! Kaum ein Liebermann-Gemälde hat solch einen deutschlandweiten Skandal hervorgerufen wie "Der zwölfjährige Jesus im Tempel" von 1879», betonen die Ausstellungsmacher. Der Grund für die Aufregung sei die ungewohnt naturalistische Darstellung des Jesusknaben gewesen.   

 

«Man war entrüstet, wie er als jüdischer Maler es überhaupt wagen konnte, das christliche Thema zu malen», heißt es im Text zur Ausstellung. Die öffentliche, «von antijüdischen Ressentiments genährte Empörung» sei so groß gewesen, dass sich sogar der Bayerische Landtag damit beschäftigte.   

 

Die Ausstellung präsentiert das «Skandalbild» erstmals zusammen mit allen erhaltenen Vorarbeiten, Ölstudien, Skizzen und Zeichnungen. Sie gibt Aufschluss über seine Entstehung und zeigt Liebermanns Vorbilder: Werke von Menzel, Rembrandt und anderen Künstlern. Dokumente und Texttafeln veranschaulichen die historische Kontroverse.    Der Maler und spätere Berliner Akademiepräsident Max Liebermann (1847-1935) hatte sich 1909 ein Sommerhaus am Wannsee bauen lassen, wo er in seinem Garten die entscheidenden Motive für sein Spätwerk fand. Mehr als 200 Gemälde entstanden in dem nach eigenen Ideen gestalteten fast 7000 qm großen Garten. Nach der denkmalgerechten Wiederherstellung der Villa und des Gartens ist das Haus seit April 2006 als Museum für das Publikum geöffnet.

 

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Tags: liebermann  
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