| Führung durch die Ausstellung „Klee-Blätter – Späte Köpfe von Paul Klee“ |
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| Montag, 23. November 2009 um 18:22 Uhr | ||
Am vergangenen Samstag eröffnete das Schlossmuseum Gotha die Kabinettausstellung „Klee-Blätter – Späte Köpfe von Paul Klee“, die sich originellen Spätwerken des Künstlers widmet. Mit seinem unverwechselbaren Stil gilt der deutsch-schweizerische Maler, Grafiker und Kunsttheoretiker Paul Klee als einer der Hauptvertreter der klassischen Moderne in Deutschland. Während er zunächst als Künstler und Lehrer am Bauhaus einen großen Erfolg verzeichnen konnte, änderte sich mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 Klees Situation dramatisch. Das erzwungene Exil sowie das Auftreten einer unheilbaren Krankheit führten einen Bruch herbei, der auch Einfluss auf seine Kunst ausübte.
Die Ausstellung zeigt insgesamt 19 Zeichnungen von Paul Klee aus dem Jahre 1939. Es war das vorletzte Lebensjahr des Künstlers, das mit 1253 Werken zugleich sein produktivstes war. Seinen eigenen Tod vorausahnend schuf er effiziente und stilistisch reduzierte Arbeiten, die sich von seinen früheren Werken unterscheiden. Im Blickpunkt der Blätter aus Schweizer Privatbesitz steht das menschliche Gesicht, dem Klee in einer schonungslosen, ironisch sarkastischen, aber auch melancholischen Art begegnete.
Doreen Rollert, Ausstellungskuratorin und Volontärin des Schlossmuseums führt am Donnerstag, 26.11.2009, 19 Uhr durch die Ausstellung in der Kirchgalerie.
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