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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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«Schöne Madonnen am Rhein» im Bonner Landesmuseum PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. November 2009 um 06:16 Uhr

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Bonn (dpa) - Schönheitsköniginnen der besondern Art sind ab Donnerstag im Rheinischen Landesmuseum in Bonn zu bewundern. Mehr als 60 rheinische Marienstatuen des 14. Jahrhunderts werden dort bis zum 25. April 2010 unter dem Titel «Schöne Madonnen am Rhein» gezeigt. Neuentdeckungen aus Kirchen und Klöstern von Würzburg bis Köln werden durch Leihgaben aus den großen Museen des In- und Auslandes ergänzt - darunter auch eine thronende Muttergottes aus dem Metropolitan-Museum New York. Deutlich wird dabei, wie sich die damaligen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Strukturen des Rheinlands auch in der Madonnendarstellung spiegelten.   

 

«Gerade weil sich Schönheitsköniginnen nicht gut miteinander vertragen, haben wir die Figuren zum Teil relativ weit auseinander gerückt», sagte Professor Robert Suckale, gemeinsam mit seiner Frau Gude Suckale-Redlefsen Kurator der Schau. So könne der Besucher jede Skulptur einzeln für sich studieren.   

 

Skulpturen nahmen im 14. Jahrhundert und in der Gotik eine überragende Rolle ein. Im 15. Jahrhundert hätten sie dann der Malerei weichen müssen, sagt Suckale. Aber um 1400 erlebten sie ihre letzte ganz große Blüte, auch im Rheinland. Jüngere Forschungen ergaben, dass die drei rheinischen geistlichen Kurfürsten in Köln, Mainz und Trier im 14. Jahrhundert eine Art Gegenregierung zum böhmischen König und deutschen Kaiser Wenzel betrieben. Das fand seinen Ausdruck nicht nur im rheinischen Münzverein mit dem rheinischen Gulden. Es wirkte sich auch auf die Kulturpolitik aus. Die drei rheinischen Zentren tauschten sich enger miteinander aus und verfolgten eine gemeinsame Richtung.   

 

Mit großer Leidenschaft bemühten sich die Bildhauer und Holzschnitzer des 14. Jahrhunderts für die Gottesmutter und ihr Kind um ein neues Schönheitsideal - ein Ideal, in dem Irdisches und Überirdisches miteinander verschmolzen. So sollte Einzigartigkeit und Auserwähltheit veranschaulicht werden. Die Künstler schufen Statuen von starker Dynamik und sinnlichem Reiz. In einer von Epidemien, Krieg und Hungersnöten geplagten Zeit eröffnete das Madonnenbild Fluchtwege in ein Reich paradiesischer Schönheit.

 

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Tags: rheinischen  bonn  
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