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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kulturhauptstadt: Maastricht und Aachen kandidieren PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. November 2009 um 19:30 Uhr

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Von Elke Silberer, dpa

 

Maastricht  (dpa/lnw) - Aachen und Maastricht sind wie Schwestern: In vielen Punkten ähnlich, manchmal etwas neidisch, aber letztlich können sie gut miteinander. Dass sie nur einen Katzensprung voneinander entfernt liegen, fördert die gesunde Konkurrenz beim Werben um Studenten, Kunden und Touristen. Aber wenn es drauf ankommt, ziehen sie an einem Strang. Jetzt ist wieder so ein Moment, ein großer Moment. Maastricht will europäische Kulturhauptstadt 2018 werden und nimmt Aachen, Lüttich, das ganze Dreiländereck mit ins Boot.   

 

Turnusgemäß haben die Niederlande und Malta 2018 das Recht, eine Stadt als Europäische Kulturhauptstadt zu benennen. Für Maastricht mit seinen 120 000 Einwohnern war das allein eine Nummer zu groß. «Wir haben gesagt, wir können das nicht allein und wollen das nicht allein», bekannte der Sprecher der Stadt Maastricht, Lei Meisen, vor dem offiziellen Start der Kandidatur am Mittwochabend.   

 

Die südlichste Großstadt der Niederlande bewirbt sich mit fünf Teilregionen in drei Ländern. Damit könnte Deutschland nur acht Jahre nach Essen mit Aachen zum zweiten Mal eine europäische Kulturhauptstadt bekommen - auch wenn Aachen einmal nicht im Titel stehen wird. «Wir bewerben uns als "Maastricht und die Euregio" suchen aber noch nach dem richtigen Namen», sagte Meisen.   

 

Eine so durch und durch europäische Bewerbung gab es noch nicht so oft in der Geschichte des Wettbewerbs. «Das ist ein Alleinstellungsmerkmal», kommentierte auch der frühere Aachener Oberbürgermeister Jürgen Linden die internationale Konstellation. Der Deutsche ist so was wie der oberste Chef der niederländischen Initiative.   

 

«Wenn einer weiß, wie das geht, wie wir zum Erfolg kommen können, dann ist das Linden», begründete Meisen die Personalie. Künstlerischer Leiter ist ein Belgier, der in Maastricht ein Theater leitet, Guido Wevers, ein Mann mit Visionen. Er will Europa zeigen, wie ein kultureller Schmelztiegel funktioniert, wie Kultur über die Grenzen zusammenarbeitet, trotz der unterschiedlichen Sprachen. «Wir haben das Potenzial, Laboratorium für Europa zu sein.» Die Menschen sollen wieder stolz auf ihre Region sein. Dieser Wunsch ist ungewöhnlich, kommt aber nicht von ungefähr.   

 

Dem Südzipfel des Landes haftet das hinterwäldlerische Image einer Grenzprovinz an. Selbst der Dialekt wird belächelt. Die Limburger haben feine Antennen für die abfälligen Zwischentöne ihrer Landsleute und die Wirkung auf das Selbstbewusstsein bleibt nicht aus. Allein Maastricht fällt als Hauptstadt der Provinz mit internationaler Ausstrahlung aus dem Rahmen. Und seit der Unterzeichnung der EU- Verträge von Maastricht 1992 hat die Stadt per se schon internationales Ansehen. Nun also europäische Kulturhauptstadt.   

 

Den Haag ist mit im Rennen. Als Regierungsstadt hat sie sicher eine gute Startposition, sagte Meisen. Auch wenn in Maastricht die Ernsthaftigkeit dieser Bewerbung angezweifelt wird. Daneben sei das finanzkräftige Utrecht im Rennen und die Region Brabant.  

 

  «Wenn wir 2018 Kulturhauptstadt sind, dann feiern wir das und präsentieren ein Programm», lässt der künstlerische Leiter Wevers keinen Zweifel an seiner Zuversicht. Aber selbst wenn das nicht klappen sollte, gehöre die Region zu den Gewinnern. «Allein die Tatsache der engen Zusammenarbeit ist ein Zugewinn.»

 

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