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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Moderne Plastiken in der Kunsthalle Karlsruhe PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. November 2009 um 19:32 Uhr

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Karlsruhe (dpa/lsw) - Moderne Plastiken in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe: 110 Werke sind vom kommenden Samstag (28. November) an bis Ende Februar in der Ausstellung «Von Rodin bis Giacometti. Plastik der Moderne» zu sehen. Zu den Objekten von 60 Künstlern gehören Werke von Auguste Rodin, Pablo Picasso, Max Beckmann, Wilhelm Lembruck oder auch Alberto Giacometti. Ausgehend vom frühen 20. Jahrhundert soll in der Ausstellung der Aufbruch der Bildhauer in der Moderne nachgezeichnet werden, erläuterte Kurator Siegmar Holstein gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Anstatt Stilgeschichten zu erzählen, werden markante Einzelwerke in den Blick genommen», sagte der Holstein.   

 

Gesichter, Gebärdefiguren oder «Schock und Charme der Dinge»: Die Ausstellung ist in zwölf verschiedene Bereiche unterteilt, erklärte der Kurator. Im Mittelpunkt stehe, dass sich die Plastik in der Moderne nicht - wie noch im 19. Jahrhundert - zeitverzögert zur Malerei entwickelte. Dabei spiele das Thema der menschlichen Figur ebenso eine Rolle, wie ungegenständliche Raumkonstruktionen oder das «pure Ding», sagte er. Die Künstler bezogen außerdem auch den Raum als Teil des Plastischen ein, bis dieser selbst zum Thema wurde, betonte der Kurator.

 

Moderne Plastiken von Rodin bis Giacometti Von Miriam Steinbach, dpa

 

Karlsruhe (dpa/lsw) - Er liegt am Boden. Scheint mit seinem Kräften am Ende zu sein, ein Aufbäumen ist nicht zu erkennen. Der Anblick des «Gestürzten» von Wilhelm Lembruck bewegt. Zu sehen ist er von diesm Samstag an (28. November) in der Ausstellung «Von Rodin bis Giacometti. Plastik der Moderne» in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe. «Lembruck hat dieses Werk 1916 erschaffen und damit seine tief traumatischen Kriegserfahrungen verarbeitet», beschreibt Kurator Siegmar Holstein. Der «Gestürzte» ist nur eine von insgesamt 110 modernen Plastiken, die bis Ende Februar 2010 in der Kunsthalle zu besichtigen sind.   

 

Zu den Objekten von 60 Künstlern gehören Werke von Auguste Rodin, Pablo Picasso, Max Beckmann oder auch Alberto Giacometti. Ausgehend vom frühen 20. Jahrhundert soll in der Ausstellung der Aufbruch der Bildhauer in der Moderne nachgezeichnet werden, erläutert der Kurator. In dessen Folge sei das uralte Motiv der menschlichen Figur zumindest teilweise von abstrakten Konstruktionen abgelöst worden.  

 

Gebärdefiguren, Sehnsucht nach Ursprünglichkeit oder «Schock und Charme der Dinge»: Die Ausstellung ist in zwölf verschiedene Bereiche unterteilt. Anstatt Stilgeschichten zu erzählen, werden markante Einzelwerke in den Blick genommen, erklärt Holstein. Im Mittelpunkt stehe, dass sich die Plastik in der Moderne nicht - wie noch im 19. Jahrhundert - zeitverzögert zur Malerei entwickelte. Dabei spiele das Thema der menschlichen Figur ebenso eine Rolle, wie ungegenständliche Raumkonstruktionen oder das «pure Ding», das mit Marcel Duchamp und Pablo Picasso Einzug in die Bildhauerei erhielt.    D

 

ie Künstler bezogen zu Beginn des 20. Jahrhunderts außerdem auch den Raum als Teil des Plastischen mit ein - bis dieser selbst zum Thema wurde, betont Holstein. Dies zeige sich unter anderem in der unermesslichen Weite, mit der Giacometti seine Köpfe und Figurinen auf Distanz hält. Oder auch im Ausstellungsbereich «Konstruktive und architektonische Skulpturen». Hier sind außergewöhnliche Abstraktionen zu sehen: Die «Ovale Hängekonstruktion Nr. 12» von Alexander Rodtschenko baumelt beispielsweise an der Decke der Kunsthalle. Und «Sphärisches Thema» von Naum Gabos spiegelt dessen Überzeugung wider, dass der Ausdruck kinetischer Rhythmik das hauptsächliche Thema der modernen Plastik sei.   

 

Wenig abstrakt, sondern sehr konkret und emotional sind dagegen die Werke, die die Folgen der kriegerischen Konflikte aufzeigen: Lembrucks «Gestürtzer» oder Käthe Kollwitz' «Mutter mit zwei Kindern» erinnern an das Leid nach dem Ersten Weltkrieg. Um diese Wirkung zu verstärken, hat der Kurator dem «Gestürztem» den starken «Herakles als Bogenschütze» von Emile-Antoine Bourdelle gegenübergestellt. Holstein: «Die Besucher sollen ihre Wahrnehmung schärfen, sich selbst ihre Gedanken machen und die Freude am Kombinieren in Gang setzen.»   

 

Die Ausstellung ist vom 28. November 2009 bis zum 28. Februar 2010 dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr, an Wochenenden bis 18 Uhr geöffnet.

 

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