| Ausstellung zeigt Berliner Milieu-Studien |
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| Donnerstag, 26. November 2009 um 19:35 Uhr | ||
Bad Homburg (dpa/lhe) - Dem gesellschaftlichen Leben im Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts widmet die Altana Kulturstiftung in Bad Homburg im Taunus eine umfangreiche Doppelausstellung: Unter dem Titel «Nahsicht» stellt sie im Sinclair-Haus dem zeichnerischen Frühwerk von Käthe Kollwitz Fotografien von Heinrich Zille gegenüber. Wie die Stiftung am Donnerstag in Bad Homburg mitteilte, werden damit die selten gezeigten Arbeiten erstmals überhaupt in einer Ausstellung in Verbindung gebracht.
Zu sehen sind rund 60 Zeichnungen, Skizzen und Druckgrafiken von Käthe Kollwitz (1867-1945) aus den Jahren zwischen 1890 und 1910 und mehr als 50 Fotografien von Heinrich Zille (18581929) aus dieser Zeit. Sie zeigen vor allem Szenen, die Zille bei seinen Streifzügen durch das Berliner Milieu festgehalten hat. Er beschreibt darin nach Angaben der Kulturstiftung das Leben in der Großstadt als eine «ungeordnete, oftmals aber auch erbarmungslos harte Wirklichkeit».
Kollwitz hingegen gilt als politisch engagierte Mahnerin. «In unzähligen Zeichnungen steckte sie das ganze Spektrum menschlicher Lebensäußerungen zwischen mütterlicher Liebe, erotischer Sinnlichkeit, Bedrängnis und Tod ab.» Die frühen Arbeiten, die im Sinclair-Haus gezeigt werden, waren ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Die Ausstellung ist noch bis zum 7. Februar zu sehen.
(Das Sinclair-Haus ist dienstags von 14.00 bis 20.00 Uhr, mittwochs bis freitags von 14.00 bis 19.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet fünf, ermäßigt drei Euro. )
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