| Matschie will Museen stärken - Kulturpreis vergeben |
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| Donnerstag, 26. November 2009 um 20:16 Uhr | ||
Erfurt (dpa/th) - Kultusminister Christoph Matschie (SPD) will die finanzielle Unterstützung der Thüringer Museen schrittweise wieder anheben. Er wolle damit die Kürzungen der vergangenen Jahre rückgängig machen, sagte Matschie am Donnerstag bei der Verleihung des Thüringer Kulturpreises 2009 in Erfurt. Die Museen mit ihren Millionen Besuchern seien nicht nur ein kulturelles Gut, sondern nach den Schulen auch der zweitgrößte Bildungsträger im Freistaat. Der auf einem Festakt in der Staatskanzlei vergebene und mit insgesamt 12 800 Euro dotierte Kulturpreis ging an zwei Museen: das Freilichtmuseum Hohenfelden (Kreis Weimarer Land) und die Heinrichshütte in Wurzbach (Saale-Orla-Kreis).
Matschie sagte, in der reichen Kulturlandschaft liege eine der Stärken Thüringens. «Wir sind uns dieses Reichtums bewusst, aber auch der Verpflichtung.» Nach seinen Vorstellungen sollen die Museen unter anderem mehr Geld für die pädagogische Arbeit sowie für die bessere Erschließung der Bestände bekommen. Matschie kündigte für das nächste Jahr die Bildung eines Thüringer Kulturforums an, das an einem Kulturleitbild für den Freistaat arbeiten solle.
Die Gewinner des diesjährigen Thüringer Kulturpreises wurden für ihre langjährigen Verdienste bei der Pflege alter Kulturtechniken ausgezeichnet. Im nahe Erfurt und Weimar gelegenen Freilichtmuseum Hohenfelden mit 30 originalen Häusern erfahren Besucher, wie einst in den Dörfern Mittelthüringens gebaut, gelebt und gearbeitet wurde. Das Museum zählt jährlich rund 25 000 Besucher. Die Heinrichshütte in Wurzbach ist das einzige technische Denkmal in Deutschland, das die Produktionsprozesse des Eisengießens und historische Gießtechniken vorführt. Sie wird jährlich von rund 5500 Menschen besucht. Der Thüringer Kulturpreis wird seit 1995 vergeben. Tags: th
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