| Neuer Museumsberg-Direktor als «Bauleiter» |
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| Sonntag, 29. November 2009 um 08:23 Uhr | ||
Flensburg (dpa/lno) - Der neue Direktor des Flensburger Museumsbergs, Michael Fuhr, sieht sich bei seiner neuen Aufgabe zunächst eher als Bauleiter. «Das Haus muss dringend saniert werden. Aufgrund der Baumaßnahmen muss alles raus. Das ist eine Chance, uns neu aufzustellen und einzurichten», sagte Fuhr in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der 41-Jährige wird seit einem Monat von seinem Vorgänger Ulrich Schulte-Wülwer eingearbeitet und übernimmt die Leitung des Museumsbergs zum 1. Dezember. «Ich habe Ideen, die ich mit meinem Team umsetzen möchte», betonte er. Allerdings gehe es nicht darum, das Haus auf den Kopf zu stellen.
«Es wurden schon Abteilungen vom Brandschutz geschlossen. Aber es wurde zum richtigen Zeitpunkt die Notbremse gezogen», betonte Fuhr. Dringend müssten die zum Teil 100 Jahre alten Leitungen erneuert und Notausgänge, Fenster und Beleuchtung saniert werden. Dies sollte sobald wie möglich angegangen werden. Dafür würden dann auch Teile des Museums geschlossen.
«Es ist weit mehr als ein städtisches Museum. Das Museum ist das kulturelle Gedächtnis der Region», sagte Fuhr, der aus Wien nach Flensburg wechselte. Das Museum sei gut aufgestellt, bescheinigte er seinem Vorgänger. «Es ist ein großes Erbe, dass ich antrete.» Schulte-Wülver verlässt den Museumsberg nach fast 35 Jahren - 26 davon als Direktor. Von Dezember an will der dann 65-Jährige sich den Aufgaben als Aufsichtsratsvorsitzender des Museums Kunst der Westküste auf Föhr und als Berater für ein Textil-Museum im Himalaya- Staat Bhutan widmen sowie weiter ehrenamtlich für ein Museum in Keitum auf der Nordseeinsel Sylt arbeiten.
Fuhr sagte, die Bestandsaufnahme im ersten Monat sei positiv. «Es geht darum, das Profil zu schärfen. Außerdem möchte ich mehr Zielgruppen wie Senioren, Familien und auch Dänen ansprechen.» Durch die Qualität der Sammlung habe er viele Möglichkeiten. «Ich möchte nicht nur zeigen, sondern die Geschichte hinter den Objekten erzählen.» Deshalb sei für ihn die Museumspädagogik von Beginn an an der Konzeption beteiligt. Die erste von ihm konzipierte Ausstellung kündigte Fuhr für den Herbst 2010 nach Abschluss der Bauarbeiten an.
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