| Umberto Eco zu Gast im Louvre |
|
|
|
| Donnerstag, 01. Oktober 2009 um 05:10 Uhr | ||
Paris (dpa) - Umberto Eco ist nicht nur einer der bekanntesten Schriftsteller, sondern ein großer Kunstliebhaber. Unter dem Titel «Die unendliche Liste» präsentiert der Louvre ein Veranstaltungsprogramm, das in Zusammenarbeit mit dem italienischen Autor von «Der Name der Rose» entstanden ist. Auf dem Programm steht neben nächtlichen Lesungen, Konzerten und Filmen auch eine Ausstellung, die mehr als 30 Papierarbeiten vereint, in deren Mittelpunkt die Liste im Sinne von Verzeichnis, Aufzählung oder Sammlung steht. Zu den von Umberto Eco ausgewählten Werken zählen die von Théodore Rousseau, Jean-François Millet, Christian Boltanski oder John Baldessari. Die Ausstellung dauert vom 7. November bis 8. Februar.
«Das Thema der Liste beschäftigt mich seit dem ersten Lebensjahr meines Sohnes. Ich wollte eine Liste aller Waffen erstellen, angefangen von der Lanze bis zur Kalaschnikow, damit Kinder zu Pazifisten werden», sagte der Semiotiker am Mittwoch in Paris auf einer Pressekonferenz. Listen haben aber auch in vielen seiner Werke eine Rolle gespielt, vor allem in seinem 1980 erschienenen Welterfolg «Der Name der Rose», der in einer labyrinthische Klosterbibliothek spielt. Mit seinem künstlerischen Louvre-Beitrag will Eco zeigen, welche Rolle der Begriff Liste oder Sammlung für die Geschichte der westlichen Kultur gespielt hat.
Seit 2005 lädt der Louvre jedes Jahr bekannte Persönlichkeiten ein, um einen neuen Blick auf die Sammlung zu werfen. Im Jahr 2007 war der deutsche Künstler Anselm Kiefer im Louvre zu Gast und 2008 der französische Komponist Pierre Boulez. |
























































