| Erste große Ausstellung von Albert Oehlen in Paris |
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| Donnerstag, 01. Oktober 2009 um 10:36 Uhr | ||
Paris (dpa) - Der deutsche Künstler Albert Oehlen, der für gesellschaftskritische Kunst bekannt ist, stellt erstmals in einem großen Pariser Museum aus. Unter dem Titel «Abstrakte Wirklichkeiten» zeigt das Museum für moderne Kunst der Stadt Paris seit Donnerstag mehr als 70 Werke des 1954 in Krefeld geborenen Künstlers. Oehlen, der seine Kunst gerne auch «postungegenständlich» nennt, lebt in der Schweiz und Madrid und ist in Frankreich nicht ganz unbekannt. Er hat bereits in zahlreichen Galerien und Kunstzentren ausgestellt. Die Exponate, rund 30 großformatige Gemälde und rund 40 Arbeiten auf Papier, sind bis zum 3. Januar zu sehen.
«Man hat mir völlig freie Hand gelassen», sagte Oehlen, der an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg bei Sigmar Polke studierte. Und so sind neben seinen Ende der 90er Jahre entstandenen Malereien erstmals auch die jüngsten Werke von 2008 und 2009 zu sehen, die weniger mit Farbschlieren überfrachtet sind. Sie spielen auf abstrakte und gegenständliche Art und Weise mit der Wirklichkeit und dem Alltag. Ausschnitte aus Werbeplakaten oder bildhafte Darstellung von Palmen und der Deutschlandflagge werden durch Linien und Farbkleckse bis zur Unerkenntlichkeit überlagert, was der Ausstellung auch den Titel «Abstrakte Wirklichkeit» verleiht.
Für Oehlen sind seine Bilder eindeutig abstrakt. «Die figurativen Elemente darin haben keine Bedeutung und sind keine Zitate. Sie sind bloßer Bestandteil der Komposition. Sie sind eine Art Aroma in einem Gebräu. Sie sollen etwas Billiges, Dummes oder etwas Pathos ins Bild bringen», erklärte der Künstler, der bis vor wenigen Monaten noch Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf war. Sein nächstes großes Projekt in Frankreich wird eine Ausstellung im Carré d'Art, dem Museum für moderne Kunst, in Nîmes sein. |
























































