| Marta sucht das Pittoreske in der Gegenwartskunst |
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| Donnerstag, 01. Oktober 2009 um 13:06 Uhr | ||
Von Regina Doblis, dpa
Herford (dpa/lnw) - Ist das Pittoreske der romantischen Landschaftsmalerei noch von Bedeutung für die zeitgenössische Kunst? Mit dieser Frage befasst sich das Herforder Museum Marta in seiner neuen Ausstellung. Unter dem Titel «Pittoresk Neue Perspektiven auf das Landschaftsbild» werden vom kommenden Samstag bis zum 10. Januar vier historische Werke, darunter ein Gemälde von Caspar David Friedrich, den Arbeiten von 33 internationalen Künstlern der Gegenwart gegenübergestellt.
Den Schwerpunkt der Präsentation bilden Fotografien. «Aber auch Malerei und Video, Installation und Skulptur prägen die Ausstellung, die immer wieder Referenzen auf bekannte Formulierungen von Landschaft in der Kunstgeschichte erkennen lässt», sagte Museumleiter Roland Nachtigäller am Donnerstag.
In der Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts wurde das Pittoreske als dritte ästhetische Kategorie neben dem Schönen und Erhabenen eingeführt. «Damit ließen sich erstmals Aspekte von Natur und Kultur zu einer bildnerischen Einheit verbinden. Die Kunst ließ sich von der Natur inspirieren, und im Gegenzug wurden die Regeln der Kunst etwa bei den englischen Landschaftsparks auf die Natur angewendet», erläuterte Nachtigäller.
Die zeitgenössischen Künstler der Ausstellung setzen sich mit Landschaften auseinander, die Mischformen zwischen Architektur und Natur sind. So bildet etwa der Belgier Alexis Destoop in seinen Videos und Fotos ausgestorbene australische Wüstenorte mit ausgebrannten Autos und verlassenen Häusern ab.
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