Michele Di Menna -
Eine Bewegung in Backstein gerahmt/
A Movement Framed in Bricks
BEGINN: DIENSTAG, 15. SEPTEMBER 2009, 19 UHR
LAUFZEIT: BIS DIENSTAG, 29. SEPTEMBER

Michele Di Menna
Performance „A Movement Framed in Bricks”
Marta Herford,
15. September 2009
Fotos: Hans Schröder
© Marta Herford
Zum zweiten Mal nutzt das Marta Herford die Umbauphase zwischen zwei Ausstellungen, um einen deutschen Kunstverein einzuladen, sich mit einer jungen Künstlerin vorzustellen. Die aus Kanada stammende Michele Di Menna entwickelt in einer spektakulären Performance ihre Installation, die zwei Wochen lang in der Marta Lobby zu sehen sein werden.

Michele Di Menna
Performance „A Movement Framed in Bricks”
Marta Herford,
15. September 2009
Fotos: Hans Schröder
© Marta Herford
Diesmal hat Kathleen Rahn, Leiterin des Kunstvereins Nürnberg, die Künstlerin Michele Di Menna (*1980 in Vancouver, Kanada; lebt in Berlin) ausgewählt. Sie baut ein Setting, das aus Skulpturen, Papier-Kostümen, Zeichnungen und Collagen besteht. In Collagen und Texten entwirft Di Menna ihre Performances, die dann aus tänzerischen, filmischen und musikalischen Quellen entwickelt werden, die sie alle selbst herstellt und präzise plant. Die Künstlerin selber spielt hierbei eine wichtige Rolle als Protagonistin, die das Konstruieren von Idee aber auch von Form vollzieht. Sie nimmt sich weitere Performer hinzu, die nach ihren Anweisungen und von ihr eingekleidet komponierte Formen und Geschichten darstellen.

Michele Di Menna
Performance „A Movement Framed in Bricks”
Marta Herford,
15. September 2009
Fotos: Hans Schröder
© Marta Herford
Für ihre Ausstellung im Marta Herford, die ein diesen Sommer im Kunstverein Nürnberg begonnenes Projekt fortsetzt, hat die Künstlerin während mehrerer Reisen Material gesammelt und sich von ihrem Gastatelier in Worpswede inspirieren lassen. So begegnet der Betrachter in einem Video einem Monument aus Ziegelsteinen, dem „Niedersachsenstein“, das der Architekt Bernhard Hoetger 1922 auf dem Weyerberg in Worpswede ursprünglich als Kriegsdenkmal errichtete. Die Idee des Konstruierens, des Aufbauens 'Stein für Stein', das allen Bauwerken zugrunde liegt, wird in der für das Marta Herford und seine besondere Architektur entwickelten Performance und in den Skulpturen und Collagen von Michele Di Menna sichtbar. Auch wenn die Materialien leicht und gebastelt zusammengesetzt sind, bestechen sie immer durch eine freie und sehr eigene Komposition, die bewusst und präzise Grundfragen von Konstruktion thematisieren.
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