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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunstausstellung erinnert an Sophienkirche PDF Drucken E-Mail
Freitag, 02. Oktober 2009 um 10:59 Uhr

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Dresden (dpa/sn) - Eine Kunstausstellung in Dresden erinnert bis 10. Januar 2010 an die frühere Sophienkirche. Sie war im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und Anfang der 1960er Jahre abgerissen worden. Für den ehemaligen Landeskonservator Gerhard Glaser steht sie auch stellvertretend für jene Bauwerke, die nach dem Krieg «ohne Not» geschleift wurden, um Straßen zu verbreitern oder andern Projekten Platz zu machen. Das betraf neben anderen Gebäuden noch zehn weitere Gotteshäuser in Dresden, vier blieben als Ruine stehen. Nur die Frauenkirche wurde wiederaufgebaut.   

 

Die Sophienkirche stand immer im Schatten der Frauenkirche, besaß aber als evangelische Hofkirche von Dresden Bedeutung. Das Gotteshaus geht auf ein 1250 gegründetes Franziskaner-Kloster zurück. Dessen einfache Saalkirche wurde später zur zweischiffigen Hallenkirche ausgebaut. Von 1962 bis 1964 wurde sie trotz vieler Proteste abgerissen. Selbst mit viel Fantasie gelang es nicht, die Verantwortlichen davon abzubringen. Ein Entwurf zur Rettung sah vor, die Kirche als Breitwand-Kino zu nutzen - das Bauwerk hatte die gleiche Breite wie die damals verfügbare Kinotechnik.   

 

Um die Sophienkirche vor dem Vergessen zu bewahren, entsteht derzeit die Busmann-Kapelle. Sie war um 1400 von der angesehenen Dresdner Familie Busmann gestiftet worden und wird nun mit moderner Architektur kombiniert. Das Projekt kostet etwa 2,6 Millionen Euro, 400 000 Euro wurden bereits verbaut. Ein Ende ist aber noch nicht absehbar. Glaser hofft darauf, dass die Kapelle zum Reformationstag 2011 oder zum 13. Februar 2012 eröffnet werden kann. Dies sei aber nur möglich, wenn die Stadt Geld dafür in den Haushalt einstelle.   

 

In der Kunstausstellung «Predigt in Bildern» sieht Glaser die Chance, die Erinnerung wachzuhalten. Die Exposition zeigt Gemälde, Plastiken und Skulpturen auch aus der Sophienkirche und ist von diesem Samstag an für Besucher geöffnet. Im Mittelpunkt stehen die Emporenbilder im Kontext vergleichbarer Kunstwerke aus anderen sächsischen Kirchen. Oftmals benutzten Maler ähnliche Vorlagen, beispielsweise Illustrationen aus der Bibel.



Tags: dresden  sophienkirche  f  
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