| Op-Art-Künstlerin Bridget Riley erhält Kaiserring |
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| Sonntag, 04. Oktober 2009 um 05:34 Uhr | ||
Goslar (dpa/lni) - Die britische Optical-Art-Künstlerin Bridget Riley ist am Samstag mit dem Kaiserring 2009 der Stadt Goslar ausgezeichnet worden. Der Ring wurde der 1931 geborenen Malerin während einer Feierstunde in der historischen Kaiserpfalz vom Goslarer Oberbürgermeister Henning Binnewies übergeben. Laudatorin Julia Voss würdigte Riley als «traditionsbewusste Künstlerin, die an der großen Frage der abendländischen Kunst weiterarbeitet, wie die Welt in unseren Augen erscheint und wieder verschwindet». Der seit 1975 verliehene Kaiserring ist einer der weltweit renommiertesten Preise für moderne Kunst.
Riley beschäftigt sich mit den Gesetzmäßigkeiten visueller Wahrnehmung unter Einschluss optischer Illusionen und Täuschungen und gilt als führende Vertreterin dieser Kunstgattung. Seit 1989 bekamen ihre Werke eine Richtungsänderung durch kreisförmige Gestaltung und Rautenformen. Die neueren verschwenderisch form- und farbreichen Bilder erinnern immer stärker an rhythmische und musikalische Partituren. Ihre geometrisch abstrakten Werke gehören nach Darstellung der Jury «zu den eindrucksvollsten Beiträgen europäischer Malerei der Gegenwart».
Die heute in London und Südafrika lebende Künstlerin wurde vielfach ausgezeichnet. 1968 nahm sie als erste Frau auf der Biennale in Venedig den internationalen Preis für Malerei entgegen. Auch auf der Kasseler documenta waren 1968 und 1977 Werke von ihr zu sehen. Sie wurde Ehrendoktor der britischen Universitäten Oxford und Cambridge. 1999 erhielt sie von der britischen Königin die seltene Auszeichnung «Companion of Honour».
Der schlichte goldene Kaiserring mit dem 1050 in Goslar geborenen Kaiser Heinrich lV. wird seit 1975 jährlich verliehen. Zu den bisherigen Trägern gehören Joseph Beuys, Anselm Kiefer, Georg Baselitz, Jörg Immendorf und zuletzt Andreas Gursky. |
























































