| Impressionismus - Skandal mit Weltkarriere |
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| Mittwoch, 07. Oktober 2009 um 11:11 Uhr | ||
Wuppertal (dpa/lnw) - Angefangen hat es mit einem handfesten Skandal: Als im April 1874 eine Gruppe junger Pariser Künstler wie Monet, Renoir oder Degas ihre eigenwilligen Bilder ausstellten, beschimpfte die Kritik sie als «Impressionisten», denen es um nichts weiter als um die Darstellung der eigenen Sinneseindrücke ging. Unfreiwilliger Namensgeber wurde Claude Monets stimmungsvolle Hafenszene «Impression, soleil levant» von 1872. Anstelle akademischer Abbildung der Wirklichkeit entfesselten die Impressionisten in ihren subtil «gestrichelten» Gemälden in der Nachfolge von Delacroix die Farbe, entdeckten die Malerei in freier Landschaft und rannten damit gegen das konservativ-klassizistische Kunstbild des in Frankreich gefeierten Malers Ingres an.
In der jungen Freiheit von Farbe und Form sowie der Darstellung alltäglicher Motive im Wechsel des Tageslichtes sehen manche Kunsthistoriker ein Abbild der neuen, dynamischen Gesellschaft, die sich durch die Industrialisierung Europas rasch entwickelt. Folgerichtig verbereitet sich die impressionistische Malerei in Windeseile weltweit und findet mit den Malern Liebermann, Slevogt und Corinth auch in Deutschland ihre wichtigsten Vertreter. Sie werden allerdings von konservativ-nationalistischen Kreisen als Verfechter der Kunst des französischen «Erbfeindes» heftig attackiert. Heute zählen die auf Auktionen höchstbewerteten Meisterwerke der Impressionisten längst zum Stolz der Museen weltweit. |
























































