| Freispruch für Geschäft mit umstrittenen Picasso |
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| Mittwoch, 07. Oktober 2009 um 11:39 Uhr | ||
Zürich (dpa) - Ein Millionengeschäft mit einem umstrittenen Picasso-Bild endete vor dem Kadi: Eine Schweizer Kunstvermittlerin ist am Dienstagabend von einem Gericht in Zürich vom Vorwurf des Betruges freigesprochen worden, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA berichtete. Die 59 Jahre alte Frau hatte einem Kaufmann aus Mainz das Bild «La Maternité au cruche rouge» vermittelt und dafür eine Provision von 700 000 Euro erhalten. Die Vermittlerin hatte erklärt, die Echtheit des Bildes sei durch Expertisen belegt. Der Mann einigte sich mit dem Besitzer auf einen Kaufpreis von sechs Millionen Dollar (4,1 Millionen Euro). Wie es in dem Prozess hieß, wollte er das Bild später für 13 Millionen Euro weiterverkaufen.
Doch daraus wurde nichts. Denn es kamen Zweifel an der Echtheit auf, sowohl durch einen Zeugen, aber vor allem, als Picassos Tochter Maya Bedenken an der Echtheit geäußert hatte. Die durch eine Anzeige aktivierte Staatsanwaltschaft ließ das Bild beschlagnahmen und klagte die Vermittlerin an. Das Bezirksgericht kam nun zu dem Schluss, dass der Frau eine vorsätzliche Täuschung nicht nachzuweisen sei. Vor allem da sie den Käufer darauf aufmerksam gemacht habe, dass das fragliche Bild in keinem Werkverzeichnis von Pablo Picasso verzeichnet sei. Den Käufer treffe außerdem eine Mitverantwortung. So sei er sich bewusst gewesen, dass er ein Risiko eingehe und habe dabei einfachste Vorsichtsmaßnahmen missachtet. Das Bild, dessen Echtheit weiterhin ungeklärt ist, soll jetzt dem Besitzer wieder ausgehändigt werden. |
























































