994VD7Q3Z85H


Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

artefacti® wird zur Marke


artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



Zufallsbild aus meinem Shop

Unseren Feed abonnieren!

Kunst & Kultur

social bookmarks





LÁSZLÓ MOHOLY-NAGY RETROSPEKTIVE PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 07. Oktober 2009 um 13:43 Uhr

Share

LÁSZLÓ MOHOLY-NAGYDIE SCHIRN ZEIGT ANLÄSSLICH DES BAUHAUS-JUBILÄUMS EINE GROSSE
RETROSPEKTIVE DES UNGARISCHEN KÜNSTLERS LÁSZLÓ MOHOLY-NAGY

8. Oktober 2009 – 7. Februar 2010

 

 

Der ungarische Künstler László Moholy-Nagy (1895–1946) wurde in Deutschland durch seine prägende Arbeit als Lehrer am Staatlichen Bauhaus in Weimar und Dessau (1923–1928) bekannt. Seine zukunftsweisenden Theorien über die Kunst als Versuchsfeld für neue Ausdrucksformen und deren Anwendung auf alle Bereiche des modernen Lebens wirken bis in die Gegenwart hinein. Die Retrospektive der Schirn Kunsthalle präsentiert anhand von etwa 170 Werken – Gemälden, Fotografien und Fotogrammen, Skulpturen und Filmen sowie Bühnenbildentwürfen und Typografien – alle Werkphasen. Anlässlich des 90-jährigen Jubiläums der Gründung des Bauhauses führt sie damit erstmals seit der letzten großen Ausstellung in Kassel 1991 die enorme künstlerische Bandbreite Moholy-Nagys vor Augen. Im Rahmen der Ausstellung wird auch das bis 2009 unverwirklichte, viele Theorien des Künstlers zusammenfassende Raumkunstwerk „Raum der Gegenwart“ realisiert.

 

Die „László Moholy-Nagy Retrospektive“ wird von der Hessischen Kulturstiftung gefördert und erfährt durch die Fazit-Stiftung zusätzliche Unterstützung.

 

LÁSZLÓ MOHOLY-NAGYKein anderer Lehrer am Weimarer und Dessauer Bauhaus, aber auch kaum ein anderer Künstler der an utopischen Entwürfen reichen Epoche der 1920er-Jahre in Deutschland weist ein so breites Spektrum an Ideen und Aktivitäten auf wie der 1895 in Bácsborsód (Südungarn) geborene László Moholy-Nagy. In seinem Werk stehen Malerei und Film, Fotografie und Skulptur, Bühnenbildentwurf, Zeichnung und Fotogramm gleichwertig nebeneinander und treten kontinuierlich immer wieder auf. Sie werden abwechselnd eingesetzt, variiert und als Teile eines universellen Gesamtkonzepts wieder aufgegriffen, dessen roter Faden der wache, neugierige und unbändig experimentelle Geist des „Multimedia“-Künstlers Moholy-Nagy ist. Lange bevor von „Mediendesign“ und professionellem „Marketing“ gesprochen wurde, arbeitete Moholy-Nagy auch in diesen Bereichen als Vordenker neuer technischer, gestalterischer und didaktischer Instrumente. „Alle Gestaltungsgebiete des Lebens sind eng miteinander verknüpft“, schrieb er um 1925 und war trotz seines Mottos „Kunst und Technik – eine Einheit“ kein unkritischer Verehrer des Maschinenzeitalters, sondern eher ein der Technik offen und aufgeschlossen gegenüberstehender Humanist. Steigerung der Lebensqualität, Vermeidung von Spezialistentum, Wissenschaft und Technik als Bereicherung und Vertiefung menschlicher Erfahrungen – so ließe sich seine künstlerische Grundhaltung zusammenfassen, die exemplarisch für das idealistische und utopische Denken einer ganzen Epoche steht.

 

Nach dem Abitur beginnt Moholy-Nagy 1913 zunächst ein Jurastudium in Budapest, wird jedoch 1915 zum Militär eingezogen. Während des Krieges fertigt er erste Zeichnungen auf Feldpostkarten an und widmet sich nach seiner Entlassung aus der Armee ab 1918 ausschließlich der Kunst. Nach der Übersiedlung von Budapest nach Wien 1919 und ein Jahr später nach Berlin pflegte Moholy-Nagy engen Kontakt zu Kurt Schwitters, Raul Hausmann, Theo van Doesburg und El Lissitzky und setzte sich intensiv mit Merzkunst, De Stijl und Konstruktivismus auseinander. Künstlerische Erfolge stellten sich unter anderem mit einer Einzelausstellung in der Berliner Galerie „Der Sturm“ (1922) ein. Im Frühjahr 1923 wurde Moholy-Nagy von Walter Gropius als Bauhaus- Meister nach Weimar berufen. Als Leiter von Vorkurs und Metallwerkstatt prägte er maßgeblich die konstruktivistische und gesellschaftliche Neuorientierung des Bauhauses. Die Verzahnung von Kunst, Leben und Technik sowie die Betonung des Visuellen und der Materialaspekte in der Gestaltung waren Kernpunkte seiner Arbeit und führten zu einer modernen, technikorientierten Formensprache. So aktuell wie seine künstlerische Arbeit wirken bis heute auch seine pädagogischen Ansätze als Bauhaus-Lehrer, die eine Erziehung zum künstlerischpolitischen Menschen und zur Kreativität in den Mittelpunkt stellten: „Jeder gesunde Mensch hat ein tiefes Vermögen, die in seinem Mensch-Sein begründeten schöpferischen Energien zur Entfaltung zu bringen [… und] kann seinen Empfindungen in jedem Material Form geben (was nicht gleichbedeutend mit ‚Kunst‘ ist)“, schrieb er 1929.

 

LÁSZLÓ MOHOLY-NAGYTrotz seiner vielfältigen Aktivitäten und Erfindungen auf dem Gebiet der sogenannten angewandten Kunst war Moholy-Nagy jedoch keineswegs für die Abschaffung der freien Kunst. Vor, während und noch lange nach seiner Tätigkeit am Bauhaus entstanden zahlreiche Gemälde, Zeichnungen, Collagen, Holz- und Linolschnitte sowie Fotografien und Filme als eigenständige Kunstwerke. Ebenso wie seine gestalterischen Entwürfe lassen die Arbeiten in den klassischen Künsten, Malerei und Plastik, ästhetische und konzeptionelle Radikalität erkennen. Beispielhaft stehen dafür die „Telefonbilder“, deren Ausführung der Künstler ausschließlich per Telefon steuerte: Anhand eines speziellen Millimeterpapiers und einer Farbpalette legte er Komposition und Farbigkeit der Bilder fest und ließ die Werke nach seinen telefonischen Angaben von technischen Mitarbeitern ausführen. Neue Wege beschritt Moholy-Nagy auch mit dem berühmten, vom Künstler als „Apparat zur Demonstration von Licht- und Bewegungserscheinungen“ konzipierten „Licht- Raum-Modulator“ von 1930, einem Gesamtkunstwerk aus Farbe, Licht und Bewegung. Im Bereich der Fotografie und des Films betrat Moholy-Nagy ebenfalls Neuland: Mit seiner kameralosen Fotografie, seinen Fotogrammen und schließlich seinen abstrakten Filmen wie „Lichtspiel Schwarz-Weiß-Grau“ (1930) gilt er bis heute als einer der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts und Vordenker heutiger Medientheorien.

 

LÁSZLÓ MOHOLY-NAGYAls einer der ersten Typografen der 1920er-Jahre erkannte Moholy-Nagy dank seiner Experimente mit Fotografie und Fotogramm die neuen Möglichkeiten, die in der Kombination von Schrift, Flächengestaltung und bildhaften Zeichen mit den neuen fotografischen Techniken lagen. Moholy- Nagy gestaltete als Bauhaus-Lehrer für Typografie nahezu alle der 14 zwischen 1925 und 1929 erschienenen Bauhaus-Bücher und übernahm – neben der gemeinsamen Herausgeberschaft mit Walter Gropius – die inhaltliche und organisatorische Produktion der Publikationen. Mit ihren dynamischen Kreisen und Balken und ihrer Konzentration auf wenige, klare Farben ähnelte deren Gestaltung den Gemälden und Zeichnungen konstruktivistischer Künstler. Während Moholy-Nagys frühe typografische Entwürfe häufig noch handgezeichnete Schrifttypen aufwiesen, versuchte er später, über eine Systematisierung und Vereinheitlichung der Schriften zu einer „mechanisierten Grafik“ zu finden, die sich auch für die kommerzielle Werbegrafik eignete. Nachdem er 1928 das Bauhaus verlassen hatte, gründete Moholy-Nagy in Berlin ein eigenes Atelier und entwickelte Werbegrafiken unter anderem für die von Wilhelm Wagenfeld geschaffenen Entwürfe der Jenaer Glaswerke. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten emigrierte Moholy-Nagy über Amsterdam und Großbritannien nach Amerika und gründete 1937 das „New Bauhaus“ und nach dessen Schließung 1939 die wenige Jahre später in Institute of Design umbenannte School of Design in Chicago, wo er sich weiter für die Integration von Kunst, Wissenschaft und Technologie einsetzte. Am 24. November 1946 starb Moholy-Nagy in Chicago an Leukämie.

 

Die Ausstellung in der Schirn wird durch den bis 2009 unverwirklichten „Raum der Gegenwart“ ergänzt, der eine prägnante Zusammenfassung von Moholy-Nagys Werk darstellt. Die Entwürfe für dieses viele Theorien des Künstlers vereinende Environment gehen bereits auf das Jahr 1930 zurück und werden nun anlässlich des Bauhaus-Jubiläums 2009 in der Schirn realisiert.

 

LÁSZLÓ MOHOLY-NAGYKATALOG: László Moholy-Nagy. Herausgegeben von Ingrid Pfeiffer und Max Hollein. Mit einem Vorwort von Max Hollein und Texten von Ulrike Gärtner, Kai-Uwe Hemken, Gerald Köhler, Herbert Molderings, Ingrid Pfeiffer und Joyce Tsai. Deutsche und englische Ausgabe, je 192 Seiten, 220 Abbildungen, Prestel Verlag, München 2009, ISBN 978-3-7913-5001-1 (deutsche Ausgabe), ISBN 978-3-7913-5002-8 (englische Ausgabe), Preis 29,80 € (SCHIRN) / 49,95 € (Buchhandel).

 

ORT: SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT, Römerberg, D-60311 Frankfurt.

 

DAUER: 8. Oktober 2009 – 7. Februar 2010.

 

ÖFFNUNGSZEITEN: Di, Fr–So 10–19 Uhr, Mi und Do 10–22 Uhr.

 

INFORMATION: www.schirn.de, E-Mail: welcome@schirn.de,

Telefon: (+49-69) 29 98 82-0, Fax: (+49-69) 29 98 82-240.

 

EINTRITT: 8 €, ermäßigt 6 €, Familienticket 16 €; Kombiticket mit der Ausstellung „Kunst für Millionen. 100 Skulpturen der Mao-Zeit“ 13 €, ermäßigt 9 €. Freier Eintritt für Kinder unter 8 Jahren.

 

ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN: Di 17 Uhr, Mi 19 Uhr, Do 20 Uhr, Fr 11 Uhr, Sa 15 Uhr, So 17 Uhr.

 

KURATORIN: Dr. Ingrid Pfeiffer (Schirn).

 

AUSSTELLUNGSARCHITEKTUR: rheinflügel, Düsseldorf.

 

MEDIENPARTNER: Hans Frick GmbH Inneneinrichtungen.

 

KULTURPARTNER: hr2-kultur.



Tags: moholy  nagy  f  
Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Ihre Kontaktdetails:
Kommentare:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img]   
:D:angry::angry-red::evil::idea::love::x:no-comments::ooo::pirate::?::(
:sleep::););)):0
Security
Bitte geben Sie den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.