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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Moderne Frauen und Alte Meister - Baselitz in der Sempergalerie PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 12:25 Uhr

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Von Simona Block, dpa

 

 

Dresden (dpa/sn) - Mit einer einmaligen Themenschau zum 20. Jahrestag des Mauerfalls kehrt der deutsche Maler und Bildhauer Georg Baselitz in seine Heimat zurück: «Georg Baselitz. Dresdner Frauen» vereint im Zwinger bis zum 28. Februar 2010 rund 70 Gemälde, Skulpturen und Zeichnungen, die seit 1960 in der Auseinandersetzung mit der Stadt und ihrer Geschichte entstanden. Damit werde zugleich erstmals ein zeitgenössischer Künstlers in großem Umfang in der Gemäldegalerie Alte Meister präsentiert, sagte der Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth, am Donnerstag. Der 1938 als Georg Kern in Deutschbaselitz geborene Baselitz hatte die DDR 1958 verlassen und lebt in Bayern.   

 

Die Leihgaben aus Privatbesitz, Museen und aus seinem Besitz habe der Künstler selbst arrangiert. Die Exposition korrespondiert mit der Baselitz-Schau in der Galerie Rudolfinum Prag (bis 6. Dezember). Dort wird mit gut 100 Bildern ein breiter Querschnitt seines malerischen Schaffens gezeigt. «Es ist der erste Schritt und ich bin mir sicher, dass es sich lohnt, unsere Aktivitäten ohne Rücksicht auf Grenzen zu verbinden und gemeinsam an der Entwicklung der europäischen Kultur zu arbeiten», sagte der Prager Galeriedirektor Petr Nedoma.   

 

Im Dresdner Zwinger sind zwei große Werkgruppen aus Baselitz' Oeuvre vereint, die in der Auseinandersetzung mit der Wendezeit Schlüsselwerke der deutschen Geschichte darstellen: «45» nehme die Zerstörung Dresdens und das apokalyptische Ende des Zweiten Weltkrieges auf, sagte der Direktor der Galerie Neue Meister, Ulrich Bischoff. Die 20 großformatigen Sperrholzplatten stellte Baselitz wenige Wochen vor dem Mauerfall fertig. Das vorherrschende Motiv, eine verstört in die Welt blickend Frau, hat seinen Gegenpart in den «Dresdner Frauen». Die 13 gelbgefassten und grob behauenen Skulpturen aus Blut- oder Rotbuche, Ahorn, Esche und Lindenholz auf hohen Sockeln entstanden 1989/90.   

 

In dieser Zusammenstellung sei Baselitz gelungen, «etwas Schweres leicht zu machen», sagte Bischoff. Der Künstler habe die Zerstörungen des Krieges als Jugendlicher erlebt, aber erst so spät aufgearbeitet. «Das ist ein Qualitätsmerkmal.» Weitere Gemälde und Zeichnungen wie «Nachtessen in Dresden» und «The Bridge Ghost's Supper» zeugen von seinem Bezug zur christlichen Bildtradition sowie künstlerischen Vorbildern wie Edvard Munch und die Künstler der 1905 in Dresden gegründeten Künstlergruppe Gruppe «Brücke».   

 

Das Überkopfbild «The Bridge Ghost's Supper» von 2006 zeigt die Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel sowie Edvard Munch beim Nachtessen. Das gut drei mal 4,50 Meter messende Ölgemälde gehört zu den sogenannten Remix-Werken. Es wird derzeit von den Kunstsammlungen für das neue Albertinum angekauft. Das Domizil der Neuen Meister wird rekonstruiert und soll 2010 eröffnet werden. Dort werden dann neben Baselitz auch die Dresdner Gerhard Richter und A.R.Penck mit Hauptwerken präsent sein. «Dresden hat Künstler, die aus der Region kommen, Weltkünstler geworden sind, für die deutsche Kunst im Ausland stehen und deren Werk die Weltkunst veränderte.»



Tags: baselitz  k  
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