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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Phänomen Lüpertz - 150 Werke in Bonner Retrospektive PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 17:29 Uhr

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Von Gerd Korinthenberg, dpa

 

 

Bonn (dpa/lnw) - Dass sich am Maler Markus Lüpertz die Geister scharf scheiden, ist im Kunstbetrieb gängige Münze. Wer den 68- Jährigen, der ohne Zweifel zu den bekanntesten deutschen Nachkriegskünstlern zählt, lediglich als exaltierten Lieferanten oft pathosgeladener Großformate sieht, der hat «die Breite und Intensität» des Lüpertz-Oeuvres einfach nicht erfasst, meint der Chef der Bonner Bundeskunsthalle, Robert Fleck.   

 

Sein Haus richtete dem ehemaligen Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie mit rund 150 Werken aus fast 50 Schaffensjahren die größte Retrospektive seines Lebens aus, die unter dem hintergründigen Titel «Hauptwege und Nebenwege» von Freitag an bis 17. Januar in Bonn zu sehen ist. Präsentiert wird ein Dialog von Malerei und Skulptur zwischen den farbflächigen Werken ganz eigener Pop-Art der 60er Jahre über die leicht misszuverstehenden, von Stahlhelmen wimmelnden «deutschen Motive» der 70er bis zu überraschend erzählerischen jüngsten Motivserien. Wer hätte einen vielfigurigen, spät- expressionistischen Bilderbogen wie «Abschied, Überfall, Heiliger Samariter, Ankunft an der Herberge» (2009) je aus dem Atelier des stets überraschenden Kunstphänomens Lüpertz erwartet?   

 

«Ich bin ein Suchender», beschreibt sich der Künstler, der sonst auch gern die Bezeichnung «Malerfürst» hört, im Gespräch mit dpa bescheiden. Jedes Bild müsse die «ganze Geschichte» der Kunst enthalten, meint der Mann im Gehrock, mit Ebenholzstöckchen und einem Satz Silberringe an der Hand. Kein Zweifel: Auch als brillianter Redner mit philosophischem Anspruch («Es ist wichtig für mich, Zeit nicht zuzulassen.») liebt Lüpertz die große Geste, die seine Kunstwerke aber häufig überfordert. Das Publikum möge bitte seine beständigen Experimente «auf der Suche nach dem möglichen Bild» selbst bewerten: «Ich kann nicht über meine Bilder reden...»    Folgerichtig bezeichnet sich der Maler, Skulpteur und Zeichner, der oft das Etikett «neo-expressiv» und «figural» bekommt, lieber selbst als einen abstrakten Künstler, dem der Bildinhalt gleichgültig ist. Wenn er sich allerdings mit dem Großformat «Exekution» (1992) bewusst in eine Reihe mit den Erschießungsszenen Goyas und Manets stellt, ist dies keck.   

 

Durchaus traumhaft sicher in der Beherrschung auch größter Formate wie «Helme sinkend I» (1970/260 mal 450 Zentimeter) bleibt das Querformat «Tunnelblumen rot» mit schachtähnlichen Öffnungen trotz seiner sechs Meter Breite rein dekorativ. Wie viel sensibler die fünfteilige Serie «Die Ähre» (1972), in der Lüpertz in seiner starkfarbigen «dithyrambischen» Malweise die lebenswichtige Ackerfrucht zum Kunstobjekt adelt und wirklich «Malerei über Malerei» schafft.   

 

An Picasso, Braque oder Beckmann («Rückenakt»/2006) reibt sich Lüpertz bis heute, spielt weiter mit seinen Motiven Helm, Militärmütze oder Schnecke und provoziert auch gern skulptural: Sein wunderbar morbides «Mozart»-Standbild für Salzburg, das in Bonn leider nur als winziger, eher kitschiger Entwurf zu Gast ist, wurde in der Mozart-Stadt prompt von aufgebrachten Bürgern geteert und gefedert.   

 

Für die Kulturhauptstadt Ruhrgebiet 2010 plant Lüpertz selbstverständlich monumental: Derzeit arbeite er an Entwürfen für eine Skulptur auf der Spitze eines ehemaligen Zechenturmes in Gelsenkirchen, sagte er der dpa - sein «Herkules» in luftiger Höhe soll 18 Meter groß werden.



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