| «Modern, aber nicht modisch!» - Bauhauskünstler in Gotha |
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| Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 17:32 Uhr | ||
Gotha (dpa/th) - Design-Klassiker der Bauhauskünstler Marianne Brandt und Wolfgang Tümpel wird das Schlossmuseum Gotha von diesem Samstag an präsentieren. «Modern, aber nicht modisch!» heißt die Sonderschau mit etwa 100 Objekten von 30 Leihgebern, die bis 3. Januar geöffnet ist. Brandt (1893-1983) und Tümpel (1903-1978) gehörten zu jenen Bauhaus-Schülern, die in die Industrie gingen, um zweckmäßige Produkte in schlichter Formensprache zu entwerfen. Ende der 1920er Jahre bereitete Tümpel in der Metallwarenfabrik der Familie Ruppel in Gotha eine Design-Trendwende vor, Brandt revolutionierte dort bis 1932 die Produktpalette, teilte die Stiftung Schloss Friedenstein am Donnerstag mit.
Die Ausstellungsmacher wollen vor allem die Rolle Gothas im Schaffen von Marianne Brandt neu bewerten. Die Ruppel-Werke stellten in Serie Massenprodukte her. Das Augenmerk lag dabei auf Funktionalität und Preisgünstigkeit. Brandt, deren Tee- und Kaffeeservices aus Metall in die Design-Geschichte eingegangen sind, hat in der Stadt eine beeindruckende Palette an Entwürfen hinterlassen: Wanduhr und Kerzenleuchter, elektrische Nachttischlampe, Garderobenhalter, Serviettenständer, Buchstützen, Brieföffner, Teetisch auf Rädern, aber auch die unter dem Namen «Ruppeltrio» bekannte dreiteilige Schreibtischgarnitur mit Federschale, Tintenlöscher und Tintenfass.
Brandts Spielraum sei begrenzt gewesen, ihre Vorschläge nur unzureichend umgesetzt worden, hieß es. Ihre Entwürfe zeigten dennoch, dass sie ihrer Zeit weit voraus war. 90 Jahre nach Gründung des Bauhauses in Weimar stehen Produkte der Gothaer Firma als Design- Klassiker in bedeutenden Museen der Welt von Berlin bis New York. Die Ausstellung wird mit einer Adaption des «Triadischen Balletts» des Bauhausmeisters Oskar Schlemmer eröffnet. |
























































