| Baselitz: Habe den leichteren Weg gewählt |
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| Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 17:36 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Der Maler und Bildhauer Georg Baselitz hat kaum einen Bezug zur ostdeutschen Geschichte seiner Heimat. «Es ist eine Vergangenheit, von der ich selbst nichts gewusst habe», sagte der 71- Jährige am Donnerstag am Rande einer Ausstellung in Dresden. Die Skepsis oder Reserviertheit der Menschen, die geblieben seien, könne er verstehen. «Ich habe den leichteren Weg gewählt.» Er sei aus seiner Gymnasiumsklasse der Einzige gewesen, der gegangen sei. «Ich bin ja zum Glück rausgeflogen.» Die Heimat zu verlassen, sei ihm aber sehr schwergefallen.
Baselitz wurde 1938 als Georg Kern in dem ostsächsischen Dorf Deutschbaselitz geboren und ging in der Lessingstadt Kamenz zur Schule. Er studierte an der Ost-Berliner Hochschule für bildende und angewandte Kunst, musste diese wegen «gesellschaftspolitischer Unreife» aber nach zwei Semestern verlassen. 1958 ging er in den Westen, studierte in West-Berlin weiter und benannte sich 1961 nach seinem Geburtsort Baselitz. Er gehört zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern und lebt in Bayern. |
























































