| Einzelschau von Beate Gütschow in Dresden |
|
|
|
| Freitag, 09. Oktober 2009 um 11:58 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Irritierende Inszenierungen: Die übergroßen Fotos von Beate Gütschow erscheinen nur auf den ersten Blick als naturgetreue Wiedergabe der Wirklichkeit. 37 Arbeiten der jungen Künstlerin sind von Samstag an in einer Einzelausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit dem Titel «place(ments)» zu sehen. «In ihren Bildern sind die Wurzeln der Malerei erkennbar», sagte der Direktor der Gemäldegalerie Neue Meister, Ulrich Bischoff, am Freitag. Bis zum 17. Januar 2010 hängen in der Kunsthalle im Lipsiusbau am Computer komponierte Fotografien und eine Videoinstallation, die seit 1999 entstanden.
Neben Landschaften und Stadtlandschaften werden erstmals auch Leuchtkästen aus ihrer Serie I gezeigt, für die Gütschow Gegenstände und Hintergründe zu Interieurs inszenierte. Während die Stadtlandschaften an die Renaissance- und die Landschaften an die Landschaftsmalerei des 17./18. Jahrhunderts erinnerten, greife Gütschow in ihrer jüngsten Serie I Ästhetik und Techniken der Reklame- und Produktfotografie auf, sagte Kurator Mathias Wagner von der Galerie Neue Meister.
Bei näherer Betrachtung der Werke tauchten Irritationen auf. «Dann kommt das Gestellte, Platzierte, Komponierte und Austarierte, das placement, plötzlich zum Tragen», so Wagner. Gütschow studierte unter anderem in Hamburg Malerei bei Wolfgang Tillmans, später in Oslo. Ihre Bilder bestehen je aus 100 bis 150 verschiedenen Einzelteilen, die Landschaftsbilder aus 30 bis 40. «Keines der Teile soll als solches mit seinem Urprungsstandort erkennbar sein», beschrieb Gütschow ihr Grundkonzept. Dabei werden einzelne Aufnahmen von ihrem Ursprungsmaterial, -ort und -zeitpunkt entkoppelt und in einen neuen Kontext gesetzt. «Es ist kein Geheimnis, dass diese Bilder Montagen sind.» Tags: g
|
























































