| Tscheche Cerny unerwünscht in bulgarische Galerie |
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| Samstag, 10. Oktober 2009 um 07:23 Uhr | ||
Sofia (dpa) - Der tschechische Künstler David Cerny, der Bulgarien im Januar auf einer EU-Installation in Brüssel als Hock-Klo darstellte, darf in einer Kunstgalerie der bulgarischen Stadt Plowdiw nicht ausstellen. «Dieser Künstler erniedrigte den bulgarischen Staat und verletzte unseren nationalen Stolz», sagte Plowdiws Bürgermeister Slawtscho Atanassow am Freitag im Privatsender bTV. Er hatte zuvor Cerny untersagt, an diesem Wochenende eine Galerie der Stadt Plowdiw zu betreten und sogar mit Polizeieinsatz gedroht.
In der Galerie soll der schwarze Vorhang ausgestellt werden, mit dem die Darstellung Bulgariens als ein «türkisches Hock-Klo» auf der Installation «Entropa» nach offiziellem Protest aus Sofia verhüllt wurde. Das Kunstwerk, das auch die anderen EU-Staaten mit Ironie und Witz darstellte, war im EU-Ratsgebäude in Brüssel zu Beginn der tschechischen Ratspräsidentschaft im Januar ausgestellt worden. Doch die umstrittene Installation wurde noch vor dem Ende von Tschechiens EU-Vorsitz entfernt.
Anhänger der extrem nationalistischen Partei Ataka (Angriff) wollten Cerny sogar daran hindern, Plowdiw zu betreten. Der Verband der bulgarischen Maler lud Cerny dagegen ein, den schwarzen Vorhang in der Verbandsgalerie in Sofia auszustellen. Tschechiens Botschafter in Bulgarien, Martin Klepetko, nannte die negativen Reaktionen auf Cerny in einem Radiointerview «hysterisch». |
























































