| Sehnsucht in der Landschaftsmalerei der Romantik |
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| Samstag, 10. Oktober 2009 um 07:27 Uhr | ||
Lübeck (dpa/lno) - Mit dem Motiv der Sehnsucht in der Landschaftsmalerei der Romantik beschäftigt sich von Sonntag an eine Ausstellung im Museum Behnhaus Drägerhaus in Lübeck. Im Mittelpunkt stehen zwei Bilder von Ferdinand Olivier (1785-1841) und Eduard Bendemann (1811-1889), die fast zeitgleich in den 1830er Jahren das Motiv der trauernden Juden im Exil aufgegriffen haben. Die in den Bildern dargestellte Klage des 137. Psalms «An den Wassern zu Babylon saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten» gab der Ausstellung auch den Titel. Die Ausstellung wird am Sonntag um 11.00 Uhr eröffnet und ist bis zum 10. Januar 2010 zu sehen.
Vordergründig sind es heroische Landschaftsbilder und figürliche Allegorien, die die elegische Stimmung ihrer Entstehungszeit trafen. Auf den zweiten Blick jedoch erzählen die Bilder auch von der in der Zeit nach dem Wiener Kongress brisanten Frage der Emanzipation der Juden in Deutschland und der Sehnsucht des deutschen Bürgertums nach nationaler Einheit. Ganz in der Tradition der Malerei der Nazarener verbirgt sich in dem dargestellten Motiv der ersehnten Rückkehr der Juden aus dem babylonischen Exil nach Jerusalem auch die christliche Sehnsucht nach dem himmlischen Jerusalem. Die der Gruppe der Nazarener angehörenden Maler standen dem Katholizismus nahe und wollten die Kunst im Geist des Christentums erneuern.
Die wissenschaftlich begleitete Ausstellung verfolgt das Thema des Vergleiches in einer konzentrierten Auswahl von 45 Exponaten. Außerdem solle gezeigt werden, dass sich die Bildkonzepte der Kunst des frühen 19. Jahrhunderts sowohl gedanklich entschlüsseln als auch emotional erfassen lassen, sagte der Leiter des Museums Behnhaus Drägerhaus, Alexander Bastek. (Ausstellung «An den Wassern Babylons saßen wir. Figurationen der Sehnsucht in der Malerei der Romantik» vom 11. Oktober bis zum 10. Januar im Museum Behnhaus Drägerhaus Lübeck. Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, ab 1. Januar 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Eintritt: Fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro. Katalog: 174 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, erschienen im Michael Imhof Verlag, 19,95 Euro im Shop des Museums erhältlich.) |
























































