Neue Sonderausstellung vom 11. Oktober 2009 bis 10. Januar 2010:
Sehnsuchtsorte. Malerei – Zeichnung – Fotografie – Video- und Textinstallationen
Parallel: Dauerschau mit Werken von Fritz und Hermine Overbeck
Das Thema „Sehnsuchtsorte“ lädt zum Träumen ein. Jedem kommt sofort ein eigener Sehnsuchtsort in den Sinn, gleichzeitig arbeiten Kunst und Literatur seit Jahrhunderten mit fest umrissenen Sehnsuchtsorten, die allgemeine Gültigkeit erlangt haben. Ob individuelle Hoffnungen und Wünsche oder tradierte Muster – das Spiel mit Erinnerungen, Erwartungen und Möglichkeiten hat bis heute nicht an Reiz verloren. Acht Bremer Künstlerinnen und Künstler haben sich auf die Suche nach modernen Sehnsuchtsorten gemacht. Kuratiert von Marikke Heinz-Hoek zeigt die Ausstellung im Overbeck-Museum aktuelle Interpretationen eines uralten Motivs, das vielfältige Assoziationen freisetzt.
Schon Fritz und Hermine Overbeck haben mit ihren Werken Sehnsuchtsorte entstehen lassen, wenn sie beispielsweise die Worpsweder Natur unberührt und fern vom Einfluss der um sich greifendenden Industrialisierung auf ihren Bildern in Szene setzen. So will die Schau, die eigens für das Overbeck-Museum konzipiert wurde, ganz bewusst eine Verbindung schaffen zwischen den rund hundert Jahre alten Arbeiten des Malerpaars Overbeck und den zeitgenössischen Fotos, Zeichnungen oder Installationen von Christine Prinz, Michael Wendt, Edith Pundt, Isolde Loock, Thomas Behling, Marikke Heinz-Hoek, Claus Haensel und Herwig Gillerke. Gleichzeitig knüpft die Ausstellung sehr schön an die umfangreiche Retrospektive zum 100. Todestag Fritz Overbecks an, mit der das Museum seinen Namensgeber im Sommer 2009 mit großem Erfolg geehrt hat. Eine reiche Auswahl an Radierungen des Malers rundet die Präsentation ab. Die Ausstellung „Sehnsuchtsorte“ schlägt eine Brücke zur Gegenwartskunst und vermag dabei zu zeigen, wie aktuell die Themen, Ansichten und Sehnsüchte der Worpsweder auch heute noch sein können.
schneebienenhaus
die träume der bienen
im winter sind
pelzbesetzt und voll
stachliger sterne
(Isolde Loock)
Die Künstler und ihre Werke:
Christine Prinz – Großer Computerprint einer gespiegelten Wümme-Landschaft
Claus Haensel – Kleine Arbeiten in Öl von Paris und / oder Rom
Michael Wendt - Atmosphärische Fotografien aus dem Worpsweder Umland
Edith Pundt – Fotografien von verlassenen Telefonkabinen
Isolde Loock – Gedichte an den Fensterscheiben
Marikke Heinz-Hoek – Video vom Meer / Zeichnungen
Thomas Behling – Hintergründig romantisierende Malerei / „Schwellenmann“ u.a.
Herwig Gillerke – Fotografische Selbstinszenierungen als Wunschprojektion
Termine:
Die Sonderausstellung „Sehnsuchtsorte“ wird eröffnet am Sonntag, 11. Oktober 2009 um 11.30 Uhr. Es sprechen Dr. Friederike Daugelat, Leiterin des Overbeck- Museums (Begrüßung) und Carsten Ahrens, Direktor Weserburg / Museum für moderne Kunst, Bremen.
Neue Öffnungszeiten:
Das Overbeck-Museum ist täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet außer montags. Heiligabend, am 1. Weihnachtstag, Silvester und Neujahr bleibt das Museum geschlossen, am 3. Oktober und am 2. Weihnachtstag ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Begleitprogramm:
Künstlergespräche zur Sonderausstellung „Sehnsuchtsorte“ am:
Sonntag, 1. November 2009 um 16 Uhr
Sonntag, 10. Januar 2010 (Finissage) um 16 Uhr
Die Kunsthistorikerin Regina Gramse führt durch die Sonderausstellung am:
Sonntag, 18. Oktober 2009 um 11.30 Uhr
Sonntag, 29. November 2009 um 15 Uhr
Sonntag, 13. Dezember 2009 um 11.30 Uhr
Sonntag, 3. Januar 2010 um 15 Uhr
Durch die Dauerschau mit Werken von Fritz und Hermine Overbeck führt Museumsleiterin Dr. Friederike Daugelat am:
Sonntag, 8. November 2009 um 11.30 Uhr
Sonntag, 6. Dezember 2009 um 11.30 Uhr
Die Sonntagsführungen um 11.30 Uhr sind auf Wunsch auch kombinierbar mit einem Brunch im „Bolero“ gegenüber dem Overbeck-Museum.
„Geh bis an deiner Sehnsucht Rand“ (Rainer Maria Rilke) Lesung mit Dirk Böhling
Sonntag, 15. November 2009 um 19 Uhr
Bildquelle: Thomas Behling: „Schwellenmann", 96 x 77 x 21 cm, 2008 Bildobjekt mit Sound: ein monotoner, leicht an- und abschwellender Ton zwischen Brummen, Summen und Rauschen; Realisation des Sounddesigns durch Simon Roessler, Acryl auf Hartfaserplatte, Rahmen (Technik in schwarzem Kasten hinter dem Bild) 20. August 2009
|