994VD7Q3Z85H


Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

artefacti® wird zur Marke


artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



Zufallsbild aus meinem Shop

Unseren Feed abonnieren!

Kunst & Kultur

social bookmarks





«Schwarzburger Werkstätten» feiern 100. Jubiläum PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 05:03 Uhr

Share

Von Andreas Hummel, dpa

 

 

Rudolstadt (dpa/th) - Sie haben Ernst Barlachs «Russisches Liebespaar» und Gerhard Marcks «Schreitende Löwin» in Porzellan gefasst: Die Entwürfe der beiden Bildhauer der klassischen Moderne gehören bis heute zu den bekanntesten Stücken der «Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst». Die 1909 von dem studierten Maschinenbauer Max Adolf Pfeiffer im thüringischen Unterweißbach gegründete Porzellanmanufaktur feiert an diesem Freitag in Rudolstadt ihr 100-jähriges Jubiläum. Die «Schwarzburger Werkstätten» setzten von Anbeginn - zehn Jahre vor dem Bauhaus Weimar - auf klare Formen und Funktionen.   

 

«Es gibt kaum eine Manufaktur in Deutschland, die diese Reformbewegung des Deutschen Werkbundes so konsequent und mit so großer Energie in der Porzellankunst umgesetzt hat», erklärt der Direktor des Landesmuseums Heidecksburg, Lutz Unbehaun, in Rudolstadt. Der Werkbund war 1907 als Vereinigung von Künstlern und Architekten gegründet worden. Ihr Ziel war eine neue Ästhetik unter dem Motto «Form folgt Funktion».   

 

Die «Aelteste Volkstedter Porzellanfabrik» bei Rudolstadt hatte sich um die Jahrhundertwende wegen finanzieller Schwierigkeiten mit der «Porzellanfabrik Unterweißbach» zusammengeschlossen. Pfeiffer stieg 1908 als Führungskraft in das Unternehmen ein und gründete am 16. Februar 1909 den Zweigbetrieb «Schwarzburger Werkstätten» als Kunstabteilung. Rasch knüpfte er Verbindungen zu namhaften Bildhauern und Modelleuren.   

 

So wurden in den ersten beiden Jahren sechs Modelle Barlachs in Porzellan ausgeformt, darunter das «Sitzende Mädchen». Auch Max Esser, Arthur Storch, Paul Scheurich, Hugo Meisel und Gustav Oppel schufen Modelle für die Manufaktur. Zu den umfangreichsten Arbeiten zählt der mit 18 Modellen gefertigte «Jagdtafelschmuck» von Otto Thiem, den Fürstin Anna Luise von Schwarzburg-Rudolstadt 1910 als Geschenk zum 60. Geburtstag ihres Mannes in Auftrag gab.   

 

In den 1920er Jahren zogen die Werkstätten nach Volkstedt bei Rudolstadt um; durch die Wirtschaftskrise und den Zweiten Weltkrieg kam ihre schöpferische Kraft zum Erliegen. Mit der Umwandlung der Porzellanfabrik 1949 in einen Volkseigenen Betrieb verschwanden die «Schwarzburger Werkstätten» von der Bildfläche und gerieten großteils in Vergessenheit - bis 1983 das Museum Heidecksburg den ersten Katalog erarbeitete und 1993 eine umfangreiche Ausstellung im Museum der Deutschen Porzellanindustrie in Hohenberg an der Eger (Bayern) sich ihrer annahm. Der Fundus der «Schwarzburger Werkstätten» ist beachtlich: In den 40 Jahren ihres Bestehens entstanden mehr als 1900 Modelle von etwa 150 Künstlern.   

 

«Wenn man sich heute diese Stücke anschaut, könnte man denken, sie sind gestern erst entworfen worden», verdeutlicht der langjährige Betriebsleiter der «Aeltesten Volkstedter Porzellanmanufaktur», Udo Dittrich, die Zeitlosigkeit vieler Modelle. «Die Modernität, die die Manufaktur Anfang des 20. Jahrhunderts hatte, ist bis heute vorhanden», ergänzt Porzellan-Sammler Folker Doyé. «Die Auffassung der Künstler, die damals engagiert wurden, ist nicht veraltet: Eine realistische Sicht, die nicht sklavisch naturalistisch war.»   

 

Die Porzellanmanufaktur gehört heute zur Unternehmensgruppe Seltmann Weiden (Bayern). Aus den «Schwarzburger Werkstätten» sind rund 450 originale Gipsmodelle von Figuren und Tierplastiken erhalten, von denen wieder in limitierter Auflage Abgüsse gefertigt werden. Die übrigen Modelle wurden laut Dittrich bei einem Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört oder vertraglich an die Künstler zurückgegeben. Zum Jubiläum zeigt die Manufaktur in Rudolstadt bis Jahresende eine Schau mit rund 400 Exponaten, darunter etlichen Leihgaben.    

 

Im Sinne Max Adolf Pfeiffers wird inzwischen wieder verstärkt an die Tradition der «Schwarzburger Werkstätten» angeknüpft, erklärt Dittrich. Dazu wurden Gespräche mit Hochschulen und Künstlern geführt. Es entstanden neue Figuren von Kati Zorn, Katrin Himmelreich und Walter Andreas Kirchner. «Das soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.» Eine Entwicklung, für die sich auch Museumsleiter Unbehaun begeistert: «Die Idee der Schwarzburger Werkstätten auf diese Weise weiterzuführen und mit dem Medium Porzellan neue Kunstwerke zu schaffen, finde ich eine spannende Geschichte.»

Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Ihre Kontaktdetails:
Kommentare:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img]   
:D:angry::angry-red::evil::idea::love::x:no-comments::ooo::pirate::?::(
:sleep::););)):0
Security
Bitte geben Sie den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.