| Deichtorhallen-Chef: Brauchen Herzblut und Geld |
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| Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 05:10 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Herz mit Geld: Der Titel der nächsten Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen ist für deren neuen Leiter Dirk Luckow «fast programmatisch». «Wir benötigen viel Herzblut und auch viel Geld», sagte Luckow am Mittwoch in der Hansestadt. Seit dem 1. Oktober ist der von der Kieler Kunsthalle in an die Elbe gewechselte Luckow, der «an die Erfolge» seiner Vorgänger anknüpfen will, im Amt. Zu seinen Plänen gehören neben großen Themenausstellungen und Präsentationen von Sammlungen auch Kooperationen mit Kulturstiftungen, die Schaffung eines Freundeskreises und Kombitickets etwa mit dem HSV.
Außerdem setzt Luckow auf die Sammlung von Harald Falckenberg: «Es wäre unglaublich schade, wenn diese Sammlung Hamburg verließe», sagte Luckow am Tag nach seiner ersten Aufsichtsratssitzung. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, «aber der politische Wille ist da». Luckow: «Wie ich die Signale interpretiere, wird es hoffentlich auch erfolgen.» Das Thema sei eine Finanzfrage, aber «Hamburg ist aus Kieler Sicht so eine reiche Stadt - das muss doch gehen!». «Harald Falckenberg und ich haben jedenfalls schon mal angefangen zu kuratieren und zu kooperieren», sagte er. Falckenberg führt eine Sammlung zeitgenössischer Kunst mit rund 1900 Arbeiten.
In Kiel war Luckow seit seinem Amtsantritt 2002 vor allem wegen ungewöhnlicher Ideen bekanntgeworden. Da überrascht es nicht, dass zu seinen Plänen für die Deichtorhallen auch ein gemeinsames Projekt mit Kampnagel und Choreograph William Forsythe gehört: «Dabei wird eine gigantische Hüpfburg für Erwachsene aufgebaut.» Der neue Chef will das Haus mit «Lebensfülle bespielen». «Der Ereignischarakter der Kunst hat heute immer mehr Ähnlichkeit mit dem Bühnenraum», meinte er.
Für Luckow gehören die Deichtorhallen, die sich in die Halle für aktuelle Kunst und das «Haus der Photographie» mit der angeschlossenen Sammlung Gundlach gliedern, «zu den schönsten Ausstellungsflächen in Europa». Bei Vermietungen für andere Veranstaltungen will er darauf achten, dass diese nicht dem Image des Hauses schaden.
Zu den Projekten, die bereits «eingetütet sind», gehört eine gemeinsame Ausstellung mit der Siemens-Kulturstiftung zum Thema «Wunder und Zufälle». Durch die Kooperation stünden schon mal eine halbe Million Euro zur Realisierung fest, berichtete Luckow. «Es geht nicht darum, dass die Industrie sich hier einkauft», betonte er. «Geld und Konzept kommen da einfach auf kluge Art zusammen.»
Die nächste Ausstellung wird am 5. November eröffnet. Dann zeigen die Deichtorhallen Werke von Katharina Fritsch unter dem Titel «Herz mit Geld». |
























































