| Japanische Kunst im Dresdner Schloss |
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| Donnerstag, 15. Oktober 2009 um 05:17 Uhr | ||
Dresden (dpa/sn) - Das Dresdner Schloss wird in den kommenden Wochen zur Pilgerstätte für Liebhaber fernöstlicher Kunst. Bis 4. Januar zeigt das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die Ausstellung «Kami.Silence - Action». Sie bietet Grafiken und Zeichnungen von 13 japanischen Künstlern. Die Schau sollte am Mittwochabend eröffnet werden. Acht der 24 Einzelwerke und Serien wurden für die Exposition erworben, ein weiteres stammt aus einem früheren Ankauf, wie die Kunstsammlungen vor der Eröffnung mitteilten. Die meisten Arbeiten sind Leihgaben aus dem National Museum Of Modern Art und dem Mori Art Museum Tokio. Das Kupferstich- Kabinett sammelt bereits seit 1960 moderne japanische Kunst.
Mit den Begriffen «Silence» und «Action» will die Ausstellung einen thematischen und stilistischen Gegensatz benennen. Damit ist zum einen die Kunstszene Japans und ihr Verhältnis zu Tradition und Moderne gemeint. Gegensätzlich sind ferner die individuellen Handschriften der Künstler zwischen «fantastischer Übersteigerung und abstrakter Reduktion», hieß es. Zu sehen sind beispielsweise großformatige Holzschnitte von Yamaguchi Keisuke, eine mehr als sechs Meter breite Zeichnung von Hidaka Rieko und eine Videoinstallation von Konoike Tomoko. Die zwei Meter hohe Radierung «Sound-28» schuf Shiraki Yuri mit verbundenen Augen - er ließ sich nur von Jazzmusik inspirieren. Einige Künstler der Schau wollen in den kommenden Tagen in Dresden Workshops zu Manga, Tuschemalerei und Origami anbieten.
Die Beschäftigung mit japanischer Kunst hat in Dresden eine lange Tradition. Schon unter Sachsen-Herrscher August dem Starken (1670- 1733) wurde japanische Grafik erworben. Im Zuge des Japonismus - dem Einfluss japanischer Künstler auf Kollegen in der westlichen Welt um 1900 - entstand in Dresden eine der ersten Ukiyo-e-Sammlungen. Dahinter verbergen sich Farbholzschnitte. |
























































