| Millionen-Aufwand für neues Geraer Kunstmuseum |
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| Dienstag, 20. Oktober 2009 um 05:29 Uhr | ||
Gera (dpa/th) - Bis zum 120. Geburtstag des in Gera geborenen Malers Otto Dix 2011 will die Stadt ein ehemaliges Bankgebäude mit Millionen- Aufwand in ein repräsentatives Kunstmuseum verwandeln. Der Umbau des 2001 eröffneten und seit 2005 leerstehenden Hauses nach Plänen des renommierten Architekten David Chipperfield soll je nach Variante 7,5 Millionen oder 8,5 Millionen Euro kosten. In dem Haus soll künftig die Geraer Dix-Sammlung mit mehr als 400 Werken sowie zeitgenössische Kunst präsentiert werden. Nach Angaben von Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD) haben private Sammler und die Otto-Dix-Stiftung ihre Unterstützung zugesagt. «Dieses Kunsthaus wird der Stadt Gera zu neuem Ansehen verhelfen», sagte er am Montag.
Die Umbau-Pläne des Büros von Chipperfield sehen unter anderem vor, den Zugang zum Gebäude für Besucher zu verbessern. Zudem sollen in etlichen Räumen die Decken herausgenommen werden, um mehr Tageslicht hereinzulassen. «Kunstwerke im Tageslicht zu zeigen, wird immer wichtiger», sagte Designdirektor Alexander Schwarz. So könnte etwa der jetzige Ladehof in einen Oberlichtsaal verwandelt und künftig für Wechselausstellungen genutzt werden. Die eigentlichen Museumsräume sollen sich im Obergeschoss befinden, wo neben der Girohalle unter anderem ein längerer Galerie- und Oberlichtsaal entstehen soll. Der Banktresor ist ohne Umbauten als Depot nutzbar.
Die Stadt Gera hatte das einst 24 Millionen Euro teure Gebäude der Bundesbank für rund zwei Millionen Euro abgekauft, wobei der Großteil über Fördermittel von EU und Land bestritten wurde. Das hat der Bank jüngst einen Eintrag ins «Schwarzbuch» des Bundes der Steuerzahler eingebracht. Die Stadt will mit dem neuen Kunsthaus den Anschluss an andere international renommierte Museen schaffen. Die Dix-Sammlung soll dann in dem neuen Kunsthaus präsentiert werden, das nahegelegene Geburtshaus von Otto Dix (1891-1969) als Ausstellungs-, Kommunikations- und Bildungsstätte dienen, sagte Kunstsammlungsleiter Holger Saupe. Im Zusammenspiel beider sieht er ein Alleinstellungsmerkmal für Gera.
An Ausstellungsfläche sollen in dem neuen Kunsthaus rund 1300 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Nach Angaben von Oberbürgermeister Vornehm könnten künftig auch wichtige Teile der Sammlung des Geraer Museums für Angewandte Kunst in das neue Kunsthaus «integriert und dort mit der Bildenden Kunst konfrontiert werden».
Welche der von den Architekten vorgeschlagenen Varianten umgesetzt wird, hängt laut Vornehm letztlich von der Unterstützung öffentlicher und privater Geldgeber ab. Der Eigenanteil der Stadt liege bei 2,21 Millionen beziehungsweise 2,45 Millionen Euro, die überwiegend von privaten Geldgebern aufgebracht werden sollen. Um die Unterstützung dieses Projekts von Sammlerseite zu verdeutlichen, übergab das Ehepaar Ingrid und Werner Welle aus Paderborn dem Museum am Montag fünf Ölgemälde des Malers Rainer Fetting aus ihrer Sammlung. |
























































