| Grassimesse zeigt Produktdesign aus sieben Ländern |
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| Donnerstag, 22. Oktober 2009 um 17:43 Uhr | ||
Leipzig (dpa) - Von Papierobjekten bis zum Porzellangorilla: Produktdesigner aus sieben Ländern präsentieren bis zu diesem Sonntag ihre kunsthandwerklichen Arbeiten im Leipziger Grassimuseum. «Das Kunsthandwerk ist absolut experimentell und innovativ und trifft den Nerv der Zeit», sagte Eva Maria Hoyer, Direktorin des Museums für Angewandte Kunst, am Donnerstag vor der Eröffnung der Grassimesse. Knapp 300 Kunsthandwerker, Designer, Hochschulen und Künstlergemeinschaften aus Europa, Asien und Südamerika hatten sich für die Verkaufsschau beworben.
Eine Jury wählte rund 80 Aussteller aus. Zum ersten Mal haben die Organisatoren auch Einladungen ausgesprochen: An neun Kunsthochschulen aus Deutschland und Italien. Die ältesten Ausstellerinnen der Schau sind zwei Schmuckdesignerinnen im Alter von 83 und 87 Jahren. Die Grassimesse gilt als älteste museumseigene Verkaufsmesse in Deutschland. Sie hatte ihre erste Blütezeit als «Treffpunkt der Moderne» zwischen 1920 und 1941.
«Der Design-Hype der letzten Jahre und Jahrzehnte hat zur Neuentdeckung der sogenannten Angewandten Kunst geführt», sagte Hoyer. Die Grenzen zwischen dem Kunsthandwerk, das lange Zeit als «verstaubt» galt, und dem Design gebe es nicht mehr. Handwerkliche Techniken spielten im Design verstärkt eine Rolle. Das «Grassi» in Leipzig
Leipzig (dpa/sn) - Das Leipziger Grassimuseum gehört zu den 20 national bedeutsamen Kultureinrichtungen in den neuen Bundesländern, die das sogenannte Blaubuch verzeichnet. Der Gebäudekomplex nahe der Altstadt wurde 1925 bis 1929 erbaut und ist eines der wenigen im Art- déco-Stil ge- und erhaltenen Museumsbauwerke von architektonischem Rang. Namenspate war der Leipziger Kunstförderer Franz Dominic Grassi (1801-1880).
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus stark zerstört und danach nur provisorisch wieder aufgebaut. Große Teile des Museums wurden zu DDR- Zeiten zweckentfremdet. Im Jahr 2000 beschlossen der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig, das Haus denkmalgerecht umzubauen und zu modernisieren.
Als erste Sammlung präsentierte das Museum für Völkerkunde im November 2005 in dem umgebauten Gebäude-Komplex wieder seine Schätze; zumindest teilweise. Danach wurde Deutschlands größte Musiksammlung wiedereröffnet: das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig. Seit der Rückkehr des Museums für Angewandte Kunst am 1. Dezember 2007 ist das «Grassi» wieder komplett. Tags: f
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