| Investor bekräftigt Interesse am Gängeviertel |
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| Freitag, 23. Oktober 2009 um 18:30 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Der holländische Investor Hanzevast hat seine Bauabsichten im historischen Hamburger Gängeviertel bekräftigt und dem Senat mangelnde Kooperation vorgeworfen. «Nach wie vor ist Hanzevast von den besonders guten Entwicklungsmöglichkeiten des Viertels überzeugt», teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Gängeviertel gehöre zu den interessantesten städtebaulichen Projekten.
Gleichzeitig kritisierte der Investor den schwarz-grünen Senat. Hanzevast habe der Stadt eine Partnerschaft bei der Realisierung des Projekts angeboten. «Dieser Vorschlag wurde nicht aufgegriffen», erklärten die Holländer, die aus dem von Künstlern besetzten Gängeviertel ein Szene-Quartier machen möchten.
«Aktuell stellt sich die Frage, wie die ungeplante Gebrauchtnahme des Gängeviertels durch die Künstlerkollektive von der Stadt Hamburg gelöst wird», betonte Hanzevast. Der Investor betonte, er gehe davon aus, dass die «betroffenen Objekte» geräumt werden, hob aber auch hervor, dass die denkmalgeschützte Bausubstanz im Gängeviertel erhalten werden solle.
Es gebe Hinweise, dass ein neuer Investor zur Übernahme des Projekts Gängeviertel bewegt werden solle, erklärte SPD- Stadtentwicklungsexperte Andy Grote. Eine Fortsetzung des «Immobilienroulettes» dürfe es aber nicht geben, forderte der SPD- Politiker. Gleichzeitig erhob er schwere Vorwürfe gegen Finanzsenator Michael Freytag (CDU) und Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL). «Beide sehen stillschweigend zu, wie die überforderte Kultursenatorin bei dieser Angelegenheit ihr Image ramponiert», sagte Grote.
Ende August hatten fast 200 Künstler ein Dutzend der leerstehenden Häuser im Gängeviertel besetzt, in dem der neue Besitzer Büros, Geschäfte, Cafés und hochpreise Wohnungen errichten will. Nachdem Hanzevast eine erste Frist hatte verstreichen lassen, war die fällige Rate Anfang der Woche überraschend doch noch gezahlt worden. Eine weitere Rate an die Sprinkenhof AG ist am Montag (26. Oktober) fällig. Am Wochenende haben die Künstler zu einer Solidaritätsaktion aufgerufen. Tags: g
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