| Schau über jüdische Künstler im Artistenmuseum |
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| Samstag, 24. Oktober 2009 um 17:57 Uhr | ||
Klosterfelde (dpa/bb) - Eine Ausstellung über einstige jüdische Unterhaltungskünstler in Brandenburg ist am Samstag im Internationalen Artistenmuseum Klosterfelde (Barnim) eröffnet worden. Die Wanderausstellung «Jüdische Unterhaltungskünstler - Jüdisches Leben in Brandenburg» zeigt Fotos, Bücher, Plakate, Orden und Urkunden aus Varietés und Zirkussen. Die Exponate zu den Künstlern stammen aus zwei Berliner Privatsammlungen, die anderen Gegenstände vom Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam. Die Sonderschau ist in Klosterfelde bis 22. April 2010 zu besichtigen.
Das Artistenmuseum soll nach dem Willen seines Fördervereins am Standort Klosterfelde erhalten bleiben. Dazu sei als erster Schritt ein Erbbaupachtvertrag nötig, sagte der Vereinsvorsitzende Rüdiger Bleß der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Vertrag sollte ursprünglich bis Ende November zwischen dem Verein und dem Gründer und Eigentümer des Museums, Roland Weise, abgeschlossen sein. «Wir wollen Rechtssicherheit schaffen», betonte Bleß. Da noch ein Gutachten ausstehe, könne kein genauer Termin für die Vertragsunterzeichnung genannt werden. Das 1997 eröffnete Museum ist nach eigenen Angaben das einzige Artistenmuseum weltweit. Im vergangenen Jahr kamen rund 17 500 Besucher.
Nach den Worten von Bleß soll die Sammlung des Museums bewertet und vom Verein gekauft werden, der dann als Träger fungiert. Dies sei wichtig, wenn es beispielsweise um die Finanzierung durch Banken oder Förderer gehe. Geplant sei der Anbau von Archiv- und Veranstaltungsräumen. Dies sei schon lange vorgesehen, doch es fehlten die rechtlichen Voraussetzungen, sagte der Jurist. Zudem wolle er Führungen mit dem Museumsgründer Weise als Videofilm aufnehmen und für Besucher abspielen.
Die Mitarbeiter des Museums veranstalten jährlich im Mai Internationale Artistentage, zu denen bis zu 200 Künstler aus dem In- und Ausland anreisen. Schirmherr ist Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). Wegen seiner Sammlungsfülle wurde das Museum 2001 in das Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen.
Steffi Prutean, dpa |

























































