| Künstler räumen Gebäude im Hamburger Gänge-Viertel |
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| Montag, 26. Oktober 2009 um 18:30 Uhr | ||
Hamburg (dpa) - Kompromiss im Hamburger Gängeviertel: Im Streit um die besetzten Häuser in dem historischen Viertel haben die Künstler am Montag zwei Häuser geräumt. Der holländische Investor Hanzevast will in dem Viertel teure Wohnungen bauen. Die Protest- Initiative «Komm in die Gänge» zog sich aus den zentralen Gebäuden «Fabrik» und «Druckerei» zurück, wie eine Sprecherin berichtete. Die Künstler seien «damit einen großen Schritt auf die Stadt zugegangen». Die Initiative verstehe dieses «Zugeständnis» nicht als Rückzug. Vielmehr wolle sie mit der Räumung verhindern, «dass durch Schadensersatzforderungen in Millionenhöhe von Hanzevast unnötig Steuergelder verschwendet werden».
Zugleich forderten die Künstler den Senat auf, «schnellstmöglichst den Vertrag mit Hanzevast rückabzuwickeln» und verlangten den Rücktritt von Hamburgs Finanzsenator Michael Freytag (CDU).
Offen blieb zunächst, ob der holländische Investor Hanzevast am Montag eine weitere Rate an die städtische Sprinkenhof AG gezahlt hat. «Da die Zahlung mit Ablauf des Tages eingehen muss, können wir frühestens am Dienstag etwas dazu sagen», hieß es in der Kulturbehörde. Im Gegenzug müsste von der Stadt gewährleistet sein, «dass zwei Gebäude vertragsgemäß heute frei lieferbar sind». Die Stadt hatte den Künstlern einen Umzug innerhalb des Viertels vorgeschlagen, wenn sie die beiden betreffenden Gebäude - Fabrik und Druckerei - verlassen.
Die Künstler besetzen seit Ende August leerstehende Häuser in dem Viertel. Ihr Ziel: Die Gebäude in ihrem Bestand zu erhalten und somit das kulturelle Erbe zu schützen. Die Initiative will damit denkmalwürdige Häuser retten und auf die Raumnot der Kulturschaffenden und sozialen Projekte in Hamburg hinweisen. |

























































