Sigmar Polke. Wir Kleinbürger!
Zeitgenossen und Zeitgenossinnen
13. März 2009 bis 17. Januar 2010
Galerie der Gegenwart
Im Mittelpunkt dieser dreiteiligen Ausstellung steht eine zehnteilige Werkgrup- peaus den Jahren 1972-1976: Wir Kleinbürger – Zeitgenossen und Zeitgenossinnen. Der letzte Teil setzt den Schwerpunkt auf politische Themen und Motive. In unterschiedlichsten Dimensionen, vom Künstlerbuch in Skriptmanier bis hin zu großformatigen Gemälden mit Fahndungsbildern von RAF-Terroristen, werden hier individuelle wie kollektive Träume und Ängste kritisch reflektiert, humorvoll hinterfragt oder satirisch zugespitzt. Die Fluchten aus bürgerlichen Welten stehen zur Disposition. Neben dem Kleinbürger-Zyklus ist Original + Fälschung die zweite vielteilige Werkgruppe, die in den 1970er Jahren entstand. In Auseinandersetzung mit Kunstdiebstahl und -fälschung sowie den Mythen von künstlerischer Originalität werden hier Mechanismen des Kunstmarkts und Kunstideale attackiert. Erst- mals sind die beiden Werkblöcke in einer Ausstellung gemeinsam zu sehen.
Pedro Cabrita Reis. One after another, a few silent steps
31. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010
Galerie der Gegenwart
Seit den frühen 1990er Jahren kreist Cabrita Reis’ Werk um die Themen Haus, Behausung, Architektur und Territorium. Neben Arbeiten, die auf Elementen der alltäglichen Lebenswelt, wie Tisch und Stuhl, Tür und Fenster basieren, entwirft Cabrita immer wieder raumgreifende Installationen, die die Ausstellungsräume mit ebenso komplexen wie brachialen architektonischen Strukturen in Besitz nehmen. In der bislang umfangreichsten Werkschau des Künstlers zeigt die Hamburger Kunsthalle rund sechzig, zum Teil raumgreifende Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Photographien aus den Jahren 1987 bis 2009. Neben Leihgaben wer- den auch Werke vorgestellt, die für die Ausstellung konzipiert wurden.
Horst Janssen. Kunst der Freundschaft
Gute und böse Blätter
13. November 2009 bis 11. April 2010
Janssen-Kabinett und Hegewisch-Kabinett
Jahrelange, enge, mitunter stürmische Freundschaft verband Horst Janssen mit mehreren Sammlern. Sie inspirierten und beflügelten ihn in streitbarer Diskussion. Aus diesem Zusammenspiel erwuchsen Meisterwerke, aber auch intimere Port- räts. Klaus Hegewisch, der den Künstler über fast zwei Jahrzehnte förderte, war einer der ersten von Janssens guten Sammlerfreunden. Gerhard Schack wiederum hatte großen Einfluss auf die Entwicklung von Janssens Kunst. Im Dialog mit ihm fand Janssen zu Themen wie der »Kopie« oder der Landschaftsdarstellung. Da dieses Jahr Horst Janssen und Gerhard Schack 80 geworden wären, zeigt die Kunsthalle Werke aus den Janssen-Sammlungen Schack und Hegewisch.
Musikalisches Intermezzo
Lieder und Bilder zur dunklen Jahreszeit
Donnerstag, den 17. Dezember 2009, 19 Uhr, Rotunde
Corinna Meyer Esche (Mezzosopran), Katharina Hempel (Gitarre) und Thomas Sello (Bildbetrachtung) laden zu einem poetisch-musikalischen Erleben der Gemäldegalerie mit Gedanken zur dunklen Jahreszeit und zum Advent. Vom schlicht gehaltenen Volkslied bis zum fein ausgearbeiteten Kunstlied entsteht ein lebhafter Dialog zwischen Gesang, Gitarre und Malerei, der vom Mittelalter bis in die Gegenwart führt. Unter anderem hören Sie Musik und Texte von Brahms, Bach, Lorca, Dowland und Bellini. Eintritt: 3 € zzgl. Eintritt
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