| Retrospektive des Portugiesen Pedro Cabrita Reis |
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| Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 16:31 Uhr | ||
Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Kunsthalle zeigt von Samstag an bis zum 28. Februar 2010 eine Retrospektive des portugiesischen Künstlers Pedro Cabrita Reis. In der bislang umfangreichsten Werkschau des 1956 in Lissabon geborenen Künstlers sind im gesamten Sockelgeschoss der Galerie der Gegenwart rund 60, zum Teil raumgreifende Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Photographien aus den Jahren 1985 bis 2009 zu sehen, teilte die Kunsthalle am Donnerstag mit. Der Portugiese gehört zu den bedeutendsten Künstlern in seinem Land. Seine Arbeiten waren bei der Documenta 1992 in Kassel zu sehen, 2003 vertrat er Portugal bei der Biennale in Venedig.
Seit den frühen 90er Jahren kreist Cabrita Reis Werk um die Themen Haus, Behausung, Architektur und Territorium. Neben Arbeiten, die auf Elementen der alltäglichen Lebenswelt, wie Tisch und Stuhl, Tür und Fenster basieren, entwirft Cabrita immer wieder raumgreifende Installationen. «Mit ungeschlachten Ziegelmauern, Fundstücken und industriellen Materialien wie Neonröhren, Glasplatten, Stahlträgern oder rohen Brettern konterkariert er den klassischen White Cube oder besetzt einen barocken Prunksaal kurzerhand mit einer Reihe Favelas», sagte die Kuratorin der Galerie der Gegenwart, Sabrina van der Ley.
Aufgegebene Alltagsgegenstände sind ebenso willkommene Fundstücke wie das Panorama einer verlassenen Baustelle, ein alter Olivenbaum oder ein flüchtig gemauerter Hühnerstall, die er bei seinen Fahrten durch Lissabon oder durch die kargen Landschaften des Alentejo und der Algarve sieht. «Selten gibt es einen Künstler, dessen Werk so stark von seiner Umgebung, dem Land und seiner Geschichte, den Landschaften und den Städten, geprägt ist», sagte die Kuratorin. Nach Hamburg ist die Ausstellung im Musée Carré dArt in Nîmes und im Museu Colecção Berardo in Lissabon zu sehen. |

























































