| Paris zeigt Wuppertaler Meisterwerke: Von Munch bis Dix |
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| Donnerstag, 29. Oktober 2009 um 16:33 Uhr | ||
Von Sabine Glaubitz, dpa
Paris (dpa) - Das Wuppertaler Von der Heydt Museum macht nun auch in Frankreich von sich reden. Nachdem es in Deutschland die größte Monet-Ausstellung organisiert hat, sorgt es nun in der Pariser Kunstszene mit seiner Sammlung expressionistischer und fauvistischer Werke für Aufsehen. Die rund 50 Werke von Munch, Marc, Macke, Kandinsky, Kirchner und Dix sind derzeit in dem gerade renovierten Museum Marmottan-Monet zu sehen, das die größte Monet-Sammlung weltweit besitzt.
Die Ausstellung «Von Kees van Dongen bis Otto Dix. Fauvistische und expressionistische Meisterwerke aus dem Museum Von der Heydt in Wuppertal» stellt eine gewisse Herausforderung dar. Denn der Expressionismus, der durch Verfremdung von Farbe und Form das subjektive Empfinden des Künstlers zum Ausdruck bringt, ist seinem Wesen nach zutiefst deutsch, was seine Rezeption in Frankreich sehr schwierig macht. Viele Werke der Maler Dix und Beckmann gelten als «cru» im Sinne von «brutal» weil sie ohne zu verschönen, die Probleme menschlicher Existenz verdichten, gegen Krieg und Militarismus anklagen und die bürgerliche Gesellschaft anklagen.
«Wir haben versucht, sehr didaktisch zu sein», sagte Gerhard Finckh, der Direktor des Wuppertaler Museums. Deshalb werden neben den Expressionisten auch Werke fauvistischer Maler wie Kees van Dongen, Adolf Erbslöh, Alexej Jawlensky, Maurice de Vlaminck und Kandinsky gezeigt. Denn ihre ebenso dekorativen wie expressiven Gemälde nähern sich durch ihre leuchtende Farbwahl und lockere Malweise dem Expressionismus am deutlichsten an.
Die bis zum 20. Februar dauernde Ausstellung ist chronologisch aufgebaut und deckt die Jahre 1905 bis 1942 ab. Sie beginnt mit einem in herrlich roten- und orangefarbenen Farbtönen gehaltenen Mädchenporträt von Edvard Munch, das in seiner Farbigkeit beispielhaft für die restlichen Exponate steht: ein Feuerwerk an Farben, deren Palette von Orange, Rot Blau, Kadmiumgelb bis Chromoxydgrün reicht. Im Kontrast dazu das düstere Selbstporträt des Expressionisten Otto Müller in braunem Kostüm mit Pentagramm.
Ein Nebenraum zeigt Lithografien und Holzdrucke wie «Leonie» von Dix, ein verzerrtes Totenkopf ähnliches Frauenporträt. «Hier hängen die etwas "härteren" Arbeiten», meinte Jacques Taddei, der Direktor des Pariser Museums, der mit der Ausstellung ein breites Publikum anziehen will. Zusammen mit Wuppertal habe er deshalb auf eine «soft» Version des deutschen Expressionismus gesetzt.
Das Marmottan-Monet Museum war mit 30 Monets einer der wichtigsten Leihgeber der Monet-Ausstellung in Wuppertal, die noch bis zum 28. Februar dauert. «Wir haben unsere Meisterwerke nach Paris geschickt. Hätte ich einen Schiele oder Klimt in meiner Sammlung, würden die jetzt natürlich auch hier hängen», erklärte Finckh, dessen Wuppertaler Sammlung allein an Expressionisten und Fauven rund 200 Werke zählt. |
























































